09:00 29 März 2020
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    Mehr als drei Millionen unregistrierter EU-Bürger leben derzeit in Großbritannien. Sollten all diese nach dem gegenwärtigen Registrierungssystem bearbeitet werden, wird das Experten von der Universität Oxford zufolge über ein Jahrhundert dauern, wie The Guardian schreibt.

    Forscher der Beobachtungsstelle für Migration an der University of Oxford haben das derzeitige Registrierungs- und Beantragungsverfahren für Aufenthaltsbewilligungen untersucht und kamen zu dem Ergebnis, dass eine Registrierung aller bislang nicht erfassten, aber in Großbritannien lebenden EU-Bürger mindestens 140 Jahre dauern würde.

    Nach den Erhebungen aus Oxford hielten sich im Vorjahr 3.324.000 unregistrierte EU-Bürger in Großbritannien auf. Jährlich könnten nach dem bisherigen System erfahrungsgemäß 25.500 Anträge abgearbeitet werden.

    Die Leiterin der Beobachtungsstelle, Madeleine Sumption, bezeichnet den entstehenden Aufwand als „kolossal“. Allerdings hänge es auch von der Dauer der Brexit-Verhandlungen ab, wann die britische Regierung letztlich mit der Registrierung der EU-Bürger beginnen müsse.

    Bei dem Referendum am 23. Juni hatten 51,9 Prozent der Briten für den Ausstieg aus der Europäischen Union gestimmt. Es wird erwartet, dass es in nicht allzu ferner Zukunft zu Änderungen im Bereich des freien Personenverkehrs kommen wird. Details liegen dazu allerdings noch nicht vor.

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    Brexit, Oxford - Universität, EU, Europäische Union, Großbritannien