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    Giftgasangriff auf ein Wohnviertel im östlichen Teil von Aleppo

    „Gemäßigten“-Verbrechen in Syrien: Bild & Co. müssen Augen öffnen - Moskau

    © REUTERS / Abdalrhman Ismail
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    Die westlichen Medien müssen endlich den Verbrechen mehr Aufmerksamkeit schenken, die die sogenannte „gemäßigte“ Opposition in Syrien verübt, wie die russische Außenamtsprecherin Maria Sacharowa sagte.

    „Der Rattenfänger von Washington“
    © Sputnik / Vitaliy Podvitskiy
    Zuvor war ein Giftgasangriff auf ein Wohnviertel im östlichen Teil von Aleppo gemeldet worden. Das Viertel war aus dem Gebiet Sukkari beschossen worden, welches Kämpfer der Extremistengruppe Harakat Nour al-Din al-Zenki kontrollieren. Sieben Menschen wurden getötet, mehr als 20 Syrier mussten in Krankenhäuser gebracht werden. 

    Wie auch Sacharowa in ihrem Facebook-Profil schreibt, wurden die Harakat Nour al-Din al-Zenki schon mehrmals der Ermordung von Frauen und Kindern in Aleppo beschuldigt. Und dennoch zähle diese Rebellengruppe zur „gemäßigten Opposition“ und genieße die Unterstützung der USA.

    Derweil hätten, so Sacharowa, bewaffnete Gruppierungen der Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) die Stadt und IS-Hochburg Manbidsch (auch Manbij) in der Provinz Aleppofast vollständig blockiert und in den Wohnvierteln erbitterte Kämpfe geführt, was viele zivile Opfer gefordert habe. Laut Sacharowa „führt die US-Luftwaffe zur Unterstützung der SDF weniger Schläge gegen konkrete Objekte des IS (Islamischer Staat, Daesh), als vielmehr gegen die Stadtviertel“ aus.

    Dem russischen Außenministerium vorliegenden Daten zufolge haben die US-Luftwaffe und die Koalition bereits mehr als  90 Angriffe auf einfache Stadtviertel geflogen, bei denen hunderte friedliche Einwohner getötet und tausende verletzt wurden.

    „Wenn unsere westlichen Kollegen, in erster Linie in Washington, wieder alles tun, um diese Tatsachen zu ignorieren, dann verlieren all ihre Worte über ein ‚Einstellen des Blutvergießens in Syrien‘ ihren Sinn. Ich hoffe sehr, dass die westlichen Medien – in ihrer Masse, und nicht nur Matthew Lee – in sich die Kraft finden werden, über die Verbrechen der ‚Gemäßigten‘ und über deren Finanzquellen zu schreiben“, so Sacharowa.

    „Ich wende mich an Sie, an The New York Times, Le Figaro, die Bild-Zeitung, aber ebenso an jene, die regelmäßig die ‚Londoner Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte‘ zitieren. Besonders an die Bild-Zeitung, denn bisher hat dieses Boulevardblatt ausschließlich Meldungen über Erfolge der russischen Olympia-Auswahl in Rio den Boykott erklärt. Es besteht Hoffnung, dass dieses Blatt auch Platz für ein paar Absätze über die Untaten der ‚gemäßigten Opposition‘ in Syrien findet. Ein paar Absätze haben wirklich noch niemandem geschadet“, merkte Sacharowa an. 

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    Tags:
    Kampfstoffe, Verbrechen, Giftgas, Harakat Nour al-Din al-Zenki, Islamischer Staat, "Le Figaro", New York Times, Bild-Zeitung, Maria Sacharowa, Aleppo, Syrien, USA
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