18:08 12 August 2020
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    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ist in der Nacht des gescheiterten Militärputsches am 16. Juli beinahe von Aufständischen abgeschossen worden, als er von seinem Urlaubsort nach Istanbul flog. Türkische Medien wollen nun geklärt haben, warum der Putschisten-Kampfjet, der Erdogans Präsidentenflieger im Visier hatte, nicht gefeuert hat.

    Erdogan war am 16. Juli unter strikter Geheimhaltung von dem Urlaubsort Dalaman an der türkischen Ägäis-Küste nach Istanbul abgeflogen. Danach kreiste sein Flugzeug aus Sicherheitsgründen noch eine Zeitlang über dem Marmarameer, wurde jedoch von den Putschisten geortet.

    Diese hatten mehrere Kampfjets vom Typ F-16 gekapert und waren vom Luftwaffenstützpunkt Diyarbakir unterwegs nach Istanbul. Mindestens zwei F-16 sollen Erdogans Flugzeug in der Luft bedrängt haben.

    Eine von ihnen nahm den Präsidentenflieger sogar ins Visier. Doch der Pilot drückte nicht ab: Als er sich Erdogans Jet auf Schussweite angenähert hätte, sei klar gewesen, dass der Sprit nicht ausreichte, berichten Medien unter Berufung auf eine nicht näher bezeichnete Quelle. Deshalb musste die F-16 umdrehen, und Erdogan landete unversehrt in Istanbul.

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    Recep Tayyip Erdogan, Türkei