14:44 07 Dezember 2019
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    Zur Unterstützung russischer Leichtathleten: Solidaritäts-Wettlauf in Rom

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    Am Vorabend der Eröffnung der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro, am 4. August, hat im Olympischen Dorf in Rom ein Wettlauf der Solidarität mit den russischen Athleten stattgefunden, die von der Olympia-Teilnahme ausgeschlossen sind.

    Der Solidaritäts-Wettlauf sollte Aufmerksamkeit auf die ungerechte Olympia-Sperre für russische Athleten lenken und Solidarität mit den russischen Sportlern zum Ausdruck bringen.  Die Teilnehmer des Wettlaufs vertraten verschiedenste politische Anschauungen und kamen ohne Parteiplakate  zu der Veranstaltung.

    Einer der Veranstalter des Solidaritäts-Wettlaufs, der Präsident des Kulturverbandes Lazio-Russia, Mauro Antonini, äußerte zu der Initiative: „Seit mehreren Jahren  widme  ich mich der Stärkung der traditionellen Freundschaft  zwischen Italien und Russland. Besonders  jetzt, wo diese schmachvollen Sanktionen verlängert wurden. Die Sanktionen sind nicht nur eine Reaktion  auf die Aktivitäten einer souveränen Nation wie Russland,  sie sind eine Methode, mit der die westlichen Finanzstrukturen die italienische Wirtschaft und Industrie zu zerstören versuchen. Unsere Unternehmen haben wegen fremder Interessen Milliarden Euro verloren."

    Das Ausschließen russischer Athleten  von der Teilnahme  an den Olympischen Spielen dürfe nicht  ohne Folgen bleiben, so  Antonini. Der Solidaritäts-Wettlauf sei die erste Reaktion darauf.  „Denn die Solidarität von Italien und Russland in Politik und Wirtschaft ist die einzige Garantie unserer Zukunft. Deshalb ist die heutige Veranstaltung nicht eine bloße symbolische Geste, sie ist eine Herausforderung. Sie bedeutet: Wir sind nicht aufzuhalten", sagte er in einem Interview mit Sputnik.

    Eine ähnliche Auffassung vertritt auch der Präsident des Verbandes „Caravella" aus Sardinien, Salvatore Deidda. Wenn jemand von russischen Sportlern  tatsächlich in Doping verwickelt sei, dann  müsse er dafür bestraft sein, nicht aber alle sauberen  russischen Athleten. „Wie kann man das  ganze Volk bestrafen? Erinnern Sie sich an die Geschichten mit Ben Johnson und  Lance Armstrong im Rennradfahren und an andere Vorfälle im Weltsport — es kam niemandem in den Sinn, wegen der Taten eines Menschen alle zu bestrafen", so Deidda.  Alle stärksten sauberen russischen Athleten sollten an den Olympischen Spielen teilnehmen, „damit die Sieger nicht denken, dass sie nur darum gesiegt  haben, weil die Stärksten  nicht dabei waren. Die Abwesenheit  solcher Spitzenathleten wie Issinbajewa wird  lediglich zu einer Niederlage des Sportgeistes und zu einer Plage des Weltsports", sagte er.

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    Solidarität, Olympiasperre, Dopingskandal, Olympische Spiele in Rio de Janeiro, Rom, Russland, Italien