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00:02 20 Oktober 2019
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    Türkischer Präsident Recep Tayyip Erdogan

    PYD-Chef: Erdogan geht wegen Kurden auf Assad zu

    © REUTERS / Kayhan Ozer/Presidential Palace
    Politik
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    Nach dem gescheiterten Militärputsch in der Türkei sinniert Salih Muslim, Chef der Kurden-Partei PYD, in einem Gespräch mit Sputnik über die Beweggründe der Putschisten und über die Ursachen für Erdogans überraschenden Kurswechsel gegenüber Syrien.

    Das türkische Militär sei unzufrieden mit der Islamisierungspolitik der regierenden AKP-Partei gewesen. Diese Unzufriedenheit sei der Auslöser der Ereignisse in der Nacht zum 16. Juli gewesen, sagte Muslim. Unter den Putschisten habe es Menschen gegeben, „die sich mit dem Kurdenproblem beschäftigt haben. Die AKP hat beschlossen, diese loszuwerden. Sie haben das Kurdenproblem nicht lösen können.“

    Laut dem PYD-Chef sucht der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan jetzt die Nähe Syriens, um zu verhindern, dass die Kurden ihre Rechte durchsetzen.

    „Erdogan und die AKP-Führung machen Zugeständnisse, damit die Kurden weiter ihrer Rechte beraubt bleiben“, so Muslim. Ankara „hat sich bereits mit Russland und Israel versöhnt" und versuche das jetzt mit Assad zu tun. Er selbst glaube jedoch nicht, dass Erdogan eine Versöhnung mit Assad gelingen werde, sagte Muslim: „Das bringt nichts, denn niemand traut der Türkei mehr.“

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    Tags:
    Kurdenpartei PYD, Salih Muslim, Recep Tayyip Erdogan, Türkei, Syrien