09:45 23 September 2020
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    Salih Muslim, Chef der Kurden-Partei PYD, hält eine Beendigung des Syrien-Krieges für unmöglich, solange die Kurden von den Verhandlungen ausgeschlossen sind. Dass die Kurden bei den Syrien-Gesprächen in Genf außen vor bleiben, sei ein „Problem“, sagte Muslim in einem Gespräch mit Sputnik.

    „Ohne die Kurden ist keine Lösung in Syrien möglich“, so Muslim. Zugleich räumte er ein, dass es bei der Syrien-Regelung vor allem auf die USA und Russland ankomme. „Wenn sich die auswärtigen Akteure verständigen, werden das auch die inneren tun.“

    Aber die Kurden seien im Kampf gegen die Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) sehr wichtig. „Zu Lande kämpfen wir besser als alle anderen gegen den IS (…). Im Kampf gegen den IS müssen alle zu uns stehen“, sagte der Chef der Kurdenpartei. „Wenn man das Problem wirklich lösen will, müssen die Kurden an den Verhandlungen beteiligt werden.“

    Von Russland wünschen sich die Kurden, so Muslim, mehr Unterstützung. „Russland ist unser Freund; es  muss uns stärker in der politischen Arena unterstützen. (…).Russland könnte mehr für Syrien tun, wenn es bei den Verhandlungen in Genf Druck macht und dabei sein ganzes Ansehen nutzt.“

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    Tags:
    Kurdenpartei PYD, Salih Muslim, Syrien