15:57 05 August 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    94639
    Abonnieren

    Mehr als 700 Menschen sind seit Mai auf den Philippinen laut Bürgerrechtlern von der Polizei und von Freiwilligen getötet worden, nachdem Präsident Rodrigo Duterte persönlich eine „Abschussgenehmigung“ gegen Drogenkonsumenten und Dealer gegeben hatte.

    Mehr als 300 Menschenrechtsorganisationen, darunter Human Rights Watch, Stop Aids und International HIV/Aids Alliance, haben in einem kollektiven Brief an die Vereinten Nationen appelliert, die Greueltaten  auf den Philippinen zu verurteilen, schreibt „The Guardian“.  „Ihr Schweigen ist nicht akzeptabel, denn tagtäglich werden Menschen auf der Straße umgebracht“, sagte der Koordinator der Aktion Ann Fordham Internationalen Konsortium für Drogenbekämpfung IDPC.

    Rodrigo Duterte hatte im Mai die Präsidentschaftswahl auf den Philippinen gewonnen, nachdem er versprochen hatte, die Bestattungsfirmen mit toten Drogenhändlern zu „füllen“. Bei seiner Vereidigung appellierte er an die Bevölkerung: Wer einen Junkie kenne, solle ihn töten.

    Seit dem 10. Mai, dem Tag, an dem Duterte zum Wahlsieger erklärt wurde, seien landesweit mindestens 704 mutmaßliche Dealer und Süchtige getötet worden, berichtete der philippinische Nachrichtensender ABS CBN News.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Neuer Philippinen-Präsident: Vier Tage im Amt - mehrere Dutzend Kriminelle getötet
    „Wo US Army, dort Drogen“: Boliviens Präsident will US-Stützpunkte auflösen
    Ein „Zehner-Club“ gegen China: Kann das gut sein für Europa?
    Deutschland will Libanon nach Explosionen in Beirut helfen
    Tags:
    Rodrigo Duterte, Philippinen