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    Oppositionsanhänger auf dem Maidan Nesaleschnosti in Kiew

    Ukraine: Staatsanwaltschaft lädt Poroschenko als Zeuge der Unruhen 2014 vor

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    Politische Krise in der Ukraine (118)
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    Die Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine hat laut Medienberichten ranghohe Amtspersonen wegen der Unruhen 2014 in Kiew zum Verhör geladen.

    Zuvor hatte Generalstaatsanwalt Juri Luzenko mitgeteilt, dass Ex-Premier Arseni Jazenjuk, Innenminister Arsen Awakow und der Sekretär des Sicherheits- und Verteidigungsrates, Alexander Turtschinow, im Rahmen des Untersuchungsverfahrens zu den Protesten in Kiew verhört wurden.

    Die Generalstaatsanwaltschaft soll ebenfalls Fragen an Präsident Petro Poroschenko haben. Wie der Pressesprecher des ukrainischen Staatschefs sagte, ist Poroschenko bereit, Angaben zu machen.

    Die Pressesprecherin des Generalstaatsanwaltes der Ukraine, Larissa Sargan, schrieb auf ihrer Facebook-Seite: „(…) Pjotr Poroschenko, Arseni Jazenjuk, Alexander Turtschinow, Vitali Klitschko, Andrej Parubij (Parlamentschef) und andere sind gebeten worden, sich im August dieses Jahres als Zeugen dieser Ereignisse im Departement für Spezialermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft einzufinden.“

    Sargan veröffentlichte auch die entsprechenden Vorladungen, in denen die jeweilige Tageszeit angegeben, jedoch das Datum verdeckt ist.

    Anhänger der Eurointegration hatten am 21. November 2013 den Hauptplatz Kiews, Maidan Nesaleschnosti, besetzt, nachdem die Aussetzung des Assoziierungsabkommens der Ukraine mit der Europäischen Union bekanntgegeben worden war. Der Platz wurde später Zentrum der Konfrontation zwischen den Radikalen und den Sicherheitskräften. Die blutigen Auseinandersetzungen forderten mehr als 100 Todesopfer.

    Die neuen Behörden in Kiew gaben Ex-Präsident Viktor Janukowitsch und der Spezialeinheit des Innenministeriums, „Berkut“, die Schuld für das Geschehene. Wie Janukowitsch versicherte, hatte er nicht befohlen, auf friedliche Protestteilnehmer zu schießen. Auch die Angehörigen von „Berkut“ wiesen den Schuldvorwurf zurück.

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    Proteste, Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine, Andrej Parubij, Vitali Klitschko, Arsseni Jazenjuk, Alexander Turtschinow, Petro Poroschenko, Ukraine