17:15 27 Oktober 2020
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    Vietnam hat heimlich seine Raketenanlagen auf die umstrittenen Inseln des Spratly-Archipels im Südchinesischen Meer gebracht, meldet Reuters unter Verweis auf diplomatische und militärische Kreise.

    Medienberichten zufolge sollen diese Waffen auf fünf Basen der Inseln stationiert sein. Laut Reuters sind diese Anlagen dazu fähig, Schläge gegen Militärobjekte in China auszuführen.

    Obwohl die Raketenanlagen zurzeit von der Luft aus nicht zu bemerken und vorliegenden Angaben zufolge noch nicht mit Raketen ausgestattet seien, könnten sie innerhalb von zwei bis drei Tagen in Kampfbereitschaft versetzt werden. 

    Das vietnamesische Außenministerium bezeichnete diese Informationen als „ungenau“, gab aber keine weiteren Kommentare dazu ab. Laut dem Sprecher des Verteidigungsministeriums, Nguen Chi Vinh, hat sein Land das legitime Recht, jegliche Mittel auf jegliches Territorium im Rahmen der souveränen Grenzen des Landes zu bringen. 

    Wie Reuter weiter schrieb, hat Hanoi diese Maßnahmen ergriffen, um der Militärpräsenz Chinas auf den strittigen Inseln entgegenzuwirken. Nach Schätzungen von Militärexperten hat Vietnam damit den größten Schritt der vergangenen Jahrzehnte getan, um seine Positionen auf den strittigen Inseln im Südchinesischen Meer zu stärken.

    Chinesisches Hochfrequenzradar auf Spratly-Inseln
    © REUTERS / CSIS Asia Maritime Transparency Initiative/DigitalGlobe
    Die ostasiatischen Länder China, Japan, Vietnam und Philippinen stehen in Bezug auf die Seegrenzen und Verantwortungszonen im Süd- und Ostchinesischen Meer im Konflikt miteinander. Laut China nutzen Länder wie Vietnam und die Philippinen bewusst die Unterstützung der Vereinigten Staaten, um die Spannung in der Region anzuheizen.

    Zuvor hatte das internationale Schiedsgericht in Den Haag entschieden, dass China keine Hoheitsansprüche auf die Inseln im Südchinesischen Meer hat.

    China beansprucht mehr als 80 Prozent des rohstoffreichen Gebietes. Dagegen protestieren fünf Anrainerstaaten. China erkennt die Zuständigkeit des Schiedsgerichts nicht an und hat angekündigt, das Urteil zu ignorieren.

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    Tags:
    Stationierung, Reuters, Nguen Chi Vinh, USA, Südchinesisches Meer, Philippinen, Japan, China, Vietnam