01:32 27 Januar 2020
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    Der Republikaner-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat sich am Dienstag wegen einer zweideutigen Aussage über den Zweiten Verfassungszusatz in einer Rede im Bundesstaat North California rechtfertigen müssen. Provokative Aussagen von Trump sind zwar weder etwas Neues noch Seltenes, aber diesmal hat es einen großen Skandal gegeben.

    „Hillary will den Zweiten Verfassungszusatz grundlegend abschaffen“, sagte Trump zuvor. „Und wenn sie es schafft, mit eigenen Richtern das Oberste Gericht zu besetzen, könnt ihr da nichts mehr machen, Leute. Obwohl, die Unterstützer des Zweiten Verfassungszusatzes, vielleicht ja doch. Ich weiß es nicht.“

    Mit dieser Aussage hat Trump  eine umstrittene Frage im amerikanischen Rechts- und Politik-Diskurs berührt, nämlich das Waffenrecht. Der zweite Zusatzartikel gewährt den amerikanischen Bürgern das Recht auf Besitz und Tragen von Waffen. Hillary Clinton befürwortet verschärfte Kontrollen in diesem Bereich, Trump dagegen rief seine Anhänger in einem Interview gegenüber dem Sender Fox News dazu auf, die Waffenwidersacherin mit den entsprechenden Mitteln zu stoppen.

    Die Clinton-Wählerschaft meint nun, Trumps Ausfall gegen die Demokratin lasse sich eindeutig interpretieren: Trump habe eine Morddrohung gegen Clinton geäußert und die Menschen zur Anwendung der Waffengewalt aufgerufen.

    Die US-Präsidentschaftswahl findet am 8. November statt. Der Republikaner-Kandidat und Selfmade-Milliardär Donald Trump und Clinton wurden Ende Juli von ihren Parteien als offizielle Kandidaten für das höchste Amt im Land nominiert.

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    US-Präsidentschaftswahl 2016, Donald Trump, Hillary Clinton, USA