08:16 18 November 2019
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    Ukrainische und US-Soldaten beim Manöver im Gebiet Lwiw, 2015

    US-Waffenlieferungen an Ukraine riskieren Zerwürfnis mit EU – US-Botschafter

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    Die USA wollen keine tödlichen Waffen in die Ukraine liefern, weil dies die Differenzen zwischen Washington und seinen Alliierten in der EU verstärken könnte, wie der US-Botschafter in der Ukraine, Geoffrey Pyatt, in einem Interview mit der ukrainischen Zeitung „Den“ („Der Tag“) mitteilte.

    Offiziell haben die USA der Regierung in Kiew bisher nur nicht letale Ausrüstung zur Verfügung gestellt. Außerdem schulen die US-Trainer ukrainische Soldaten. Wie der ukrainische Botschafter in den USA, Waleri Tschalij, jedoch zuvor gesagt hatte, könnte Washington den Waffenlieferung an die Ukraine nach den bevorstehenden Präsidentenwahlen grünes Licht geben. 

    „Alles, was wir in Bezug auf Bereitstellung von tödlichen Waffen tun würden, würde das Risiko einer Spaltung mit unseren europäischen Verbündeten vergrößern“, sagte Pyatt. Er fügte dabei hinzu, dass die USA bereits sehr viel für die Stärkung der ukrainischen Sicherheit getan hätten. Unter anderem wurden Kiew 600 Millionen US-Dollar dafür bereitgestellt. Die Ukraine erhielt in letzter Zeit auch zahlreiche Radaranlagen, Drohnen und knapp ein Tausend Nachtsichtgeräte, hieß es. 

    Moskau hat schon mehrmals vor Waffenlieferungen in die Ukraine gewarnt, weil das die Lage in Donbass nur noch verschärfen könnte. Auch die Mehrheit der EU-Länder sprach sich dagegen aus. Der Chef des Nato-Militärkomitees Petr Pavel sagte, er sehe keine Notwendigkeit in Waffenlieferungen, weil dies „nur das Leiden der Menschen vergrößern würde“. 

     

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    Tags:
    Zerwürfnis, Ausrüstung, tödliche, Lieferungen, Waffen, Geoffrey Pyatt, Waleri Tschalij, Russland, Donbass, Europäische Union, USA, Ukraine