05:25 22 Oktober 2020
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    Üblicherweise darf man in Europa erst mit 18 Jahren heiraten, in Ausnahmefällen ab 16 Jahren. Seit einem Jahr wird aber eine steigende Zahl von Kinderehen in Deutschland registriert, wie „Die Welt am Sonntag“ berichtet. Schuld daran sei auch die Flüchtlingswelle.

    Laut der Frauenrechtsorganisation "Terre des Femmes" sind allein in Bayern bis April 550 Kinder-Ehen aufgefallen. Insgesamt, so heißt es bei „Der Welt am Sonntag“, seien es etwa 1000, die Dunkelziffer könnte aber deutlich höher liegen.

    Viele verheiratete Mädchen würden als Flüchtlinge ins Land kommen. Doch auch in Deutschland selbst seien Ehen geschlossen worden, sowohl gemäß dem islamischen Scharia-Recht, aber auch in Roma-Familien.

    Der Deutsche Kinderschutzbund fordere deshalb nun ein striktes Mindestalter für Eheschließungen von 18 Jahren.

    „Zudem muss das Strafrecht so geändert werden, dass auch Ehen, die durch eine religiöse oder soziale Zeremonie und nicht vor einem Standesamt geschlossen werden, als Zwangsverheiratung und damit als Straftatbestand erfasst werden können, der mit bis zu fünf Jahren Haft belegt ist", zitiert das Blatt den Präsidenten des Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers.

    Laut dem Vorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, sollte man in solchen Fällen härtere Maßnahmen treffen:  „Es sind keine Ehemänner, sondern oft Kinderschänder, die bestraft werden müssen.“

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    Tags:
    Migranten, Scharia, Islam, Eheschließung, Ehe, Kinderehen, Deutschland