08:16 21 Juli 2018
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    Humanitäre Hilfe aus Russland

    Schoigu zu Lage in Aleppo: „Wir haben alles geöffnet und sagen: Kommt raus!“

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    Bei der humanitären Operation, die Russland in der syrischen Stadt Aleppo durchführt, handelt es sich laut dem russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu keinesfalls um eine vermeintliche Blockade.

    „Wir schicken ständig Konvois mit humanitären Hilfsgütern dorthin. Wir stellen ständig die zerstörten Pumpstationen und die Pipelines für die Wasserzuleitung wieder her. An jeder Grenzübergangsstelle sind Behandlungsstellen und Wagen für den An- und Abtransport von kranken Menschen stationiert“, sagte Schoigu gegenüber dem TV-Sender Rossija 24 im Interview.

    Dabei würde man Russland stets der Blockade von Aleppo beschuldigen. „Man versucht uns zu sagen: Das ist eine Blockade! Eine Blockade von welcher Seite ist das? Von außen gibt es keine Blockade. Ganz im Gegenteil: Wir haben alles geöffnet und sagen: Kommt raus!“, so der Minister weiter.

    Schoigu erinnerte daran, dass im Norden von Aleppo ein Korridor geöffnet worden sei, durch den bewaffnete Personen die Stadt verlassen können.

    „Uns wurde dann aber weiter gesagt: Wisset ihr, man sollte irgendeine Pause bei den Kampfhandlungen machen. Wir sind bereit. Doch wenn wir diese Pause machen, erscheinen am nächsten Tag acht, zehn, zwölf Selbstmordattentäter auf Motorrädern“, teilte der Verteidigungsminister weiter mit.

    Russland und die syrische Regierung hatten am 28. Juli die Durchführung einer breitangelegten humanitären Operation in Aleppo verkündet.

    Seit dem 27. Februar gilt in Syrien eine Waffenruhe zwischen den Regierungstruppen und bewaffneten Rebellen mit Ausnahme von Terrorgruppierungen.

    In Syrien dauert seit März 2011 ein bewaffneter Konflikt an, der laut Uno-Angaben bereits mehr als 220.000 Todesopfer gefordert hat. Den Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad stehen Rebellen, aber auch islamistische Terrormilizen gegenüber, die verschiedenen bewaffneten Gruppierungen angehören.

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    Selbstmordattentäter, Humanitäre Hilfsgüter, Sergej Schoigu, Aleppo, Russland, Syrien