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    Russisches Manöver im Mittelmeer: „Nervöse Aufregung im Westen“

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    Russische Kriegsschiffe üben im Kaspischen und im Mittelmeer. Der Westen reagiert nervös und erwartet womöglich einen erneuten Einsatz russischer Marschflugkörper gegen Ziele in Syrien, wie es in einem Zeitungskommentar der "Nesawissimaja Gaseta" heißt.

    Die russische „Nesawissimaja Gaseta“ schreibt am Dienstag: „Die im Kaspischen und im Mittelmeer zeitgleich gestarteten Übungen der russischen Kriegsflotte haben im Westen für nervöse Aufregung gesorgt. Es gibt mehrere Gründe dafür. Erstens hat Russlands Marine seit langem keine dermaßen groß angelegten Aktivitäten vorgenommen. Zweitens sind einige der beteiligten Kriegsschiffe mit Marschflugkörpern des Typs Kalibr ausgestattet, die eine Feuertaufe in Syrien bereits hinter sich haben.“

    „Sowohl vom Kaspischen als auch vom Mittelmeer aus wären Kalibr-Raketen in der Lage, jedes Ziel nahezu überall im Nahen Osten zu treffen – erst recht in Syrien und konkret in der Stadt Aleppo, die nach Ansicht Washingtons nicht bombardiert werden sollte, weil dort nicht nur böse, sondern auch gute Kämpfer blockiert seien“, kommentiert die russische Zeitung ironisch. 

    „Wladimir Komojedow, einst Befehlshaber der russischen Schwarzmeerflotte und nun Chef des Duma-Ausschusses für Verteidigung, wurde vor diesem Hintergrund gefragt, ob Russland unter dem Deckmantel der Übungen vielleicht vorhätte, der Al-Nusra-Front, die dem US-Außenministerium doch geistig so nahe ist, erneut einen kräftigen Schlag mit Kalibr-Raketen zu erteilen“, ironisiert die Zeitung weiter.

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    Sie zitiert Komojedow mit seiner Antwort: „Dass die Flotte einsatzbereit ist und zu solch einem Schlag fähig wäre, kann ich zwar bestätigen. Was, wie und nach welchem Plan geschehen soll, weiß ich aber nicht.“

    Im Kaspischen Meer sind Schießübungen mit see-, luft- und küstengestützten Zielen nach Angaben des Blattes geplant. Auf dem Programm steht unter anderem ein Übungskampf gegen Überwasserschiffe eines angenommenen Gegners.

    Um an dem Manöver im Mittelmeer teilzunehmen, stechen zwei kleinere Raketenschiffe und mehrere Versorgungsschiffe unterdessen in See. Sie üben dann gemeinsam mit jenem russischen Verband, der sich im Mittelmeer ständig aufhält. Geplant sind insbesondere Artillerie- und Raketen-Schießübungen.

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    Einen weiteren Schwerpunkt des Manövers macht der Anti-Terror-Kampf auf See aus. Die Besatzungen sollen dafür trainieren, einem infolge eines Terrorangriffs beschädigten Schiff zu helfen. Beim Training geht es auch darum, was unternommen werden soll, wenn ein Schiff mit Terroristen an Bord gestoppt wird.

    Das Blatt kommentiert weiter, die Anti-Terror-Aktivitäten auf See seien nicht das einzige Anliegen des Manövers im Mittelmeer: „Es geht auch darum, Flagge zu zeigen und die Tatsache zu bestätigen, dass Russland nach einer 25-jährigen Pause nicht nur vor der Nahost-Küste zurück ist, sondern dort auch Fuß fassen will.“

    „Wie aus Militärkreisen verlautete, soll sich auch der Flugzeugträger ‚Admiral Kusnezow‘ im Herbst dem operativen Mittelmeer-Verband anschließen. Dann können die Extremisten in Syrien nicht nur mit Langstreckenbombern, Marschflugkörpern und den auf dem Flugplatz Hmeimim stationierten Fliegerkräften angegriffen werden, sondern auch mit den vom Flugzeugträger mitgeführten Maschinen“, schreibt die Zeitung.

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    Tags:
    Kalibr-Rakete, Terrormiliz Daesh, Mittelmeer, Russland, Syrien