23:06 18 Februar 2018
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    UN-Sicherheitsbericht: Anti-IS-Operation „schickt“ Auslands-Kämpfer heim

    © Sputnik/ Khaled Al-Khateb
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    Immer mehr ausländische Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (auch Daesh, IS) verlassen die Konfliktzonen in Syrien und dem Irak und kehren in ihre Herkunftsländer zurück, wie es im Bericht des Komitees des UN-Sicherheitsrates zu den Terrorgruppen IS und Al-Qaida heißt. Dies sei ein Verdienst der aktuellen Anti-IS-Operationen.

    „Zurzeit ist der IS im Irak und in Syrien einem besonders starken militärischen Druck ausgesetzt und verliert weiter Boden in beiden Ländern“, heißt es in dem Bericht.

    Das führe dazu, dass immer mehr ausländische Kämpfer die Konfliktzonen verlassen würden, was allerdings die Arbeit der UN-Mitgliedsstaaten erschwere. In dem Bericht wird außerdem betont, dass der IS in letzter Zeit eine schwere Niederlage in Afghanistan und Libyen erlitten habe.

    Eine besondere wachsende Gefahr für die nationale Sicherheit der UN-Mitgliedstaaten geht dem Bericht zufolge von eben jenen ausländischen IS-Kämpfern aus, die in ihre Heimat zurückkehren oder sich gegenwärtig von radikalen Ideen beeinflussen lassen.

    Nach den UN-Komitee vorliegenden Angaben mehrerer europäischer Länder, ist ein wesentlicher Teil ausländischer Dschihadisten, die in die Konfliktregionen im Nahen Osten gefahren waren, inzwischen zurückgekehrt – deren Quote variiere etwa zwischen zehn und 30 Prozent.

    „Manche zurückgekehrten Personen haben die Konfliktgebiete verlassen, nachdem sie vom IS enttäuscht wurden und ihre Meinung zu dem Konflikt geändert haben“, hieß es in dem Papier. Nach Einschätzung der Mitgliedstaaten lägen diese ganz unten in der sogenannten „Gefährder“-Skala.

    Zugleich seien aber auch Kämpfer mit konkreten Plänen zurückgekehrt, Terroranschläge in ihren Herkunftsländern zu verüben. Davon würden vor allem die Anschläge von Paris und Brüssel zeugen.

    Seit Februar 2016 engagieren sich laut der Uno verschiedene Länder immer mehr um eine der Interpol-Datenbank zu ausländischen Terrorkämpfern. Zurzeit erfasse diese mehr als 7.000 Namen. Die Gesamtzahl der ausländischen Kämpfer im Irak und Syrien werde derweil auf 30.000 geschätzt.

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    Tags:
    Islamischer Staat, Ausländer, Anti-IS-Operation, Syrien, Irak