18:13 14 November 2019
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    Aleppo: Russland ist zu 48-stündiger „humanitärer Pause“ bereit

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    Russlands Verteidigungsministerium zeigt sich bereit, die Idee zur Einführung einer wöchentlichen 48-stündigen „humanitären Pause“ im syrischen Aleppo zu unterstützen, um die Stadtbewohner mit humanitären Hilfsgütern zu versorgen. Das sagte der Sprecher der Behörde, Igor Konaschenkow, am Donnerstag.

    Ihm zufolge ist das Ministerium bereit, am 22. August eine vom UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, vorgeschlagene erste 48-stündige „humanitäre Pause“ einzulegen, um sicher Güter an die friedliche Stadtbevölkerung zu liefern. Wie Konaschenkow weiter sagte, wird ein konkreter Zeitraum für die „Feuerpause“ erst nach der Abstimmung mit der Uno und den USA festgelegt.

    Am 9. August hatte die Uno eine Pause bei den Kampfhandlungen in Aleppo für die Durchführung einer humanitären Operation gefordert.

    „Die Uno verlangt zumindest eine vollwertige Waffenruhe oder wöchentlich eine 48-stündige humanitäre Pause, um die Millionen von hilfsbedürftigen Menschen in Aleppo zu erreichen und die Nahrungs- und Medizinvorräte aufzustocken, die gefährlich niedrig sind“, erklärte der UN-Hilfskoordinator in Syrien, Yacoub El Hillo. 

    Staffan de Mistura schlug 48-stündige Pausen vor, weil eine zuvor von Russland angebotene dreistündige Pause ihm zufolge nicht ausreicht. Zuvor hatte der russische Generalstab mitgeteilt, dass die Kampfhandlungen in Aleppo seit dem 11. August täglich für drei Stunden eingestellt werden, um den Zugang der humanitären Konvois in die Stadt zu gewährleisten.

    Am 1. August hatte Russland gemeinsam mit der syrischen Regierung einen „großangelegten humanitären Einsatz“ für die Bevölkerung von Aleppo eingeleitet. Es wurden Korridore sowohl für Zivilisten als auch für kapitulierende Extremisten sowie ein weiterer Korridor für Extremisten mit Waffen und Kampftechnik geschaffen.

    Seit dem 27. Februar gilt in Syrien eine Waffenruhe zwischen den Regierungstruppen und bewaffneten Rebellen mit Ausnahme von Terrorgruppierungen.

    In Syrien dauert seit März 2011 ein bewaffneter Konflikt an, der laut Uno-Angaben bereits mehr als 220.000 Todesopfer gefordert hat. Den Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad stehen Rebellen, aber auch islamistische Terrormilizen gegenüber, die verschiedenen bewaffneten Gruppierungen angehören.

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    Feuerpause, Uno, Baschar al-Assad, Yacoub El Hillo, Staffan de Mistura, Igor Konaschenkow, Syrien, Russland