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03:21 21 September 2019
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    Kanzlerin Angela Merkel

    48-Stunden-Feuerpause in Aleppo: Kanzlerin unterstützt Russlands Vorstoß

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    Angela Merkel begrüßt den Vorschlag Russlands, jede Woche eine Waffenpause von 48 Stunden in Aleppo einzurichten, erklärte der Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag.

    Grundsätzlich handele es sich aber nur um einen „allerersten Schritt“, so die Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die einmalige Feuerpause in der Woche sei nicht genug für die belagerte Stadt, sagte Seibert am Freitag in Berlin.

    Außenminister Frank Walter Steinmeier bezeichnete die Ankündigung Russlands als „einen entscheidenden Schritt, um die Menschen vor Ort mit den dringend benötigten Nahrungsmitteln, Medizin und sauberem Wasser versorgen zu können“. Vor großer Bedeutung sei außerdem, dass alle Konfliktparteien sich der Waffenruhe anschließen und diese Bedingung akzeptieren, so der deutsche Chefdiplomat. 

    Russlands Verteidigungsministerium hatte sich zuvor bereiterklärt, eine wöchentliche 48-stündige „humanitären Pause“ im syrischen Aleppo zu unterstützen, um die Stadtbewohner mit humanitären Hilfsgütern zu versorgen, so der Sprecher der Behörde, Igor Konaschenkow, am Donnerstag. Am 22. August soll demnach die erste vom UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, vorgeschlagene 48-stündige „humanitäre Pause“ eingelegt werden, um sicher Güter an die friedliche Stadtbevölkerung zu liefern. Wie Konaschenkow weiter sagte, wird ein konkreter Zeitraum für die „Feuerpause“ erst nach Abstimmung mit der Uno und den USA festgelegt.

    Am 9. August hatte die Uno eine Pause in den Kampfhandlungen in Aleppo gefordert. Am 1. August hatte Russland gemeinsam mit der syrischen Regierung einen „großangelegten humanitären Einsatz“ für die Bevölkerung von Aleppo eingeleitet. Es wurden Korridore sowohl für Zivilisten als auch für kapitulierende Extremisten sowie ein weiterer Korridor für Extremisten mit Waffen und Kampftechnik geschaffen.

    Seit dem 27. Februar gilt in Syrien eine Waffenruhe zwischen den Regierungstruppen und bewaffneten Rebellen mit Ausnahme von Terrorgruppierungen.

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    UN, Steffen Seibert, Angela Merkel, Frank-Walter Steinmeier, Russland, Berlin, Deutschland, Aleppo, Syrien