06:47 25 März 2017
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    Anti-Islam-Demo in Prag, Oktober 2015

    Merkel in Tschechien „Ein Elefant im Porzellanladen“

    © AFP 2017/ MICHAL CIZEK
    Politik
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    Migrationsproblem in Europa (1255)
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    Am 25. August wird die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Prag reisen. In einem Sputnik-Interview erklärt Petr Hájek, langjähriger Pressesprecher des tschechischen Ex-Präsidenten und Chefredakteur des Portals „Protiproud“, wieso Merkel ein eher unerwünschter Gast und ihre Migrationspolitik für die Mehrheit der Tschechen ein Humbug ist.

    Das Hauptziel ihres Besuchs sei, so Hájek, den tschechischen Ministerpräsidenten Bohuslav Sobotka vor den kommenden Senats- und Regionalwahlen zu unterstützen. Merkel werde mit ihrem Besuch aber eher wie „ein Elefant in einem Porzellanladen“ wirken, da Sobotka, ihr Verbündeter in Sachen Migrationspolitik, gegen die Stimmung der absoluten Mehrheit der Tschechen agiere.

    „Wir werden den Versuch sehen, die tschechische Immunität gegen die verrückten Wendungen der Merkel-Politik auf die Probe zu stellen. Sie will wissen, wie standhaft diese Immunität ist und wie anfällig Tschechen für ihre Postulate sind“, sagt der Journalist.

    Es sei ein Treffen der deutschen Bundeskanzlerin mit Studenten der Karls-Universität in Prag geplant gewesen. Später sei jedoch ein anderer Ort gewählt worden.

    „Ich glaube, dass die Veranstalter sich im Klaren sind, dass sie (Merkel) in der Universität einfach ausgebuht werden könnte, deshalb haben sie es nicht riskiert“, erklärt er.

    Nun werde die Kanzlerin stattdessen die Wissenschaftsakademie in Prag-Dejvice besuchen, wo sie einst gearbeitet hat. „Sie besucht also ihre alte Arbeit. Für mich ist das alles eine Art Situationskomik“, lacht Hájek.

    Mehr zum Thema: Merkel schafft nix

    Höchstwahrscheinlich werde bei dem bevorstehenden Treffen wohl kaum die gemeinsame Flüchtlingspolitik besprochen werden: „Von Präsident Zeman könnte sie als Reaktion darauf eine Menge verletzender Worte hören. Auch Premierminister Sobotka, der als Merkels „Trojanisches Pferd“ in der tschechischen Politik betrachtet wird, wird sicherlich nicht in allem mit ihr einig sein.“ Trotzdem werde das Ansprechen der Migrationskrise unumgehbar sein.

    „Für diejenigen Menschen, die Tschechien wie Deutschland von Tausenden Islamisten besiedelt sehen wollen, ist Merkel natürlich ein willkommener Gast. Für die übrigen 90 Prozent, die die Politik der offenen Türen nicht befürworten, ist ihr Besuch in Prag eher eine Provokation“, betont der Redakteur.

    Der Grund dafür, dass die Tschechen Merkel nicht willkommen heißen, bestehe darin, dass sie sich einfach von vornherein schützen wollen.

    „Es sind keine fremdenfeindlichen Menschen, die Einwanderer grundsätzlich ablehnen. Wir kennen den radikalen Islam und könnten ein Lied von ihm singen. Wir wissen, was er in verschiedenen Ländern der Welt und bei uns hier mitten in Europa anstellt. Deshalb versuchen wir auch unsere Regierung zu überzeugen, diesem Weltübel den Riegel vorzuschieben. Merkel wird sich schwer tun, die Mehrheit von uns eines anderen zu belehren“, fügte er hinzu.

     

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    Tags:
    Miloš Zeman, Bohuslav Sobotka, Angela Merkel, Prag, Tschechien
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      .....es hätte auch keinen Einmarsch in Tschechien gegeben. Wer das nicht glaubt, soll sich mal intessiv mit der Rolle Böhmens und seiner Bevölkerung im K & K Österreich auseinandersetzten.
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      In den letzten zehn Jahren bin ich beruflich mehreren Frauen begegnet, deren Vita, Physiognomie und Herkunft auf frappierender Weise mit der von Frau Angela Merkel ähnelt. All diese Frauen gehen in geradezu protestantischer Gewissenhaftigkeit Tätigkeiten nach (auch in Ämter), die man unter dem Oberbegriff „Missionierung“ zusammenfassen kann. Hier ist es wichtig das alles funktioniert - wenn nicht, dann muß halt ein Plan – B her, damit die „Vollmotorisierung“ auch klappt.
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      .... und schließlich .. Die Gründe für einen II Weltkrieg muß man also weit vor der Zeit des ersten Weltkrieges suchen und hier spielte Russland eine nicht unwesentliche Rolle. Russland wollte mit Zar Alexander I. im Gegensatz zu Napoleon, alles andere als Kriege. Er wollte für ganz Europa Frieden. Das hat man zu verhindern versucht. Putin ist zwar kein Zar – aber er ist mit seiner Politik des Friedens in Europa, durchaus mit ihm vergleichbar. Putin ist ein Garant des Friedens in Europa!
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      Eder
      Merkel ist beim tschechischen Volk so beliebt wie ein Mensch mit dauenden Durchfall.meinetwegen kann diese Uckermarkwachtel gleich da bleiben nur da will Sie auch keiner.
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      EderAntwort anW.AderLTB(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      W.AderLTB, Doch einreisen darf Sie nur nicht wieder ausreisen.
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      EderAntwort an (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      abcd, Das könnte ich auch geschrieben haben. Zu mir sagen Sie auch auf Arbeit das ich ein Putinversteher bin und darauf bin ich Stolz.Meine russ. Freunde können auch Stolz sein auf diesen Präsidenten.Ein Garant für Frieden in Europa .
    • Aristoteles
      Wer die Geschichte zwischen Deutschland und diesem Land kennt,
      bei der es noch einiges "aufzuarbeiten" gibt, im krassen Gegensatz zum friedlichen Russland,
      der wundert sich etwas über diesen Besuch zu dieser Zeit.
      Merkel wird sich eine blutige Nase holen.
    • Antwort an (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      abcd, alles flankiert von "Volkswirten" , wie H. W. Sinn. Ein Dauergast in der BRD-Glotze. Seine Botschaften zur Notwendigkeit des Niedriglohns in der BRD ließ er trotz des Euro nach 2000 verbreiten - in Unkenntnis ökonomischer Zusammenhänge als "Volkswirt" für den Euroraum.

      Ob er geistig gekauft war, oder schlicht nur dumm, das weiß ich nicht. Aber eines sagt uns das. Die "Volkswirte" gibt es nicht. Die etwas wissen und zu sagen haben, was von Wert ist, werden ignoriert.
    • Antwort anAristoteles(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Aristoteles, eine blutige Nase nicht, die Tschechen werden sie ignorieren wie es ihre Art ist.
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      Hitlers Erfolg basierte ja auf Kartoffelstandard: Hauptsache ARBEIT. *


      *Moderne Staatsapparate sind ja eigentlich nichts anderes als Plattformen des Kapitalismus.
    • ABC Warrior
      Also ich finde die Tschechen haben mit Mutti noch Glück gehabt, es hätte auch Gauck unser Sturmgeschütz für die Menschenrechte sein können.
    • Germane
      Gegen WHO-Bedenken
      Unterstützung für Monsanto: Merkel will für Glyphosat kämpfen
      Bundeskanzlerin Merkel hat sich überraschend bereit erklärt, für das Pestizid Glyphosat aus dem Haus Monsanto kämpfen. Sie vertritt die Auffassung, dass die Risiken des Mittels gering seien. Die WHO hält das Pestizid dagegen für möglicherweise krebserregend.
      Deutsche Wirtschafts Nachrichten  | 21. August 2016, 2:54 Uhr
    • GermaneAntwort anbillyvor(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      billyvor, Gegen WHO-Bedenken
      Unterstützung für Monsanto: Merkel will für Glyphosat kämpfen
      Bundeskanzlerin Merkel hat sich überraschend bereit erklärt, für das Pestizid Glyphosat aus dem Haus Monsanto kämpfen. Sie vertritt die Auffassung, dass die Risiken des Mittels gering seien. Die WHO hält das Pestizid dagegen für möglicherweise krebserregend.
      Deutsche Wirtschafts Nachrichten  | 21. August 2016, 2:54 Uhr
    • Germane
      Dank an das Merkel:
      Zivilverteidigungskonzept: Regierung ruft Bürger zur Vorratshaltung für Katastrophenfälle auf
      HuffPost Staff/lk
      Veröffentlicht: 21/08/2016 09:17 CEST Aktualisiert: Vor 7 Minuten
      Die Bundesregierung will das erste Zivilverteidigungskonzept seit 1989 beschließen
      Die Bevölkerung soll damit zur Vorratshaltung angehalten werden
      So sollen sich die Deutschen in Katastrophenfällen selbst versorgen können
      Erstmals seit dem Fall der Mauer 1989 bringt die Bundesregierung ein Konzept ins Spiel, das sich mit dem Selbstschutz der Bürger in Krisenfällen beschäftigt.
      Mit dem so genannten Zivilverteidigungskonzept sollen Deutsche wieder zur Vorratshaltung animiert werden, damit sie sich im Falle schwerer Katastrophen oder eines bewaffneten Angriffs vorübergehend selbst versorgen kann.
    • Germane
      Entschuldigung, aber das Merkel ist nicht eine Zeile Wert !
    • GermaneAntwort anrolf(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      rolf, Also, nur mit ausgebuht bin ich nicht zufrieden!
    • ElitenSchreck
      Die Tschechen sind keine kleine Kinder, die sich vorschreiben lassen, was sie tun und lassen müssen. Und schon gar nicht von einer deutschen Bundeskanzlerin, sprich einer unterwürfigen US-Marionette.
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      Der britische Goethe-Biograf, Nicholas Boyle hat ja vor einiger Zeit auf große Veränderungen oder Ereignisse um den Zeitraum 2014 – 2018 hingewiesen. Diese hatte er nicht durch einen Blick in die Kristallkugel vorausgesehen, sondern anhand geschichtlicher Ereignisse plausibel verständlich gemacht. In der Tat ist es so, dass in Europa und somit auf der ganzen Welt mehr oder weniger alle 100 Jahre tief greifende Ereignisse stattfanden und immer noch stattfinden.

      - 1517 Luther /Wittenberg;
      - 1618 bis 1648 (30 Jährige Krieg);
      - 1715 Haus Hannover übernimmt in England die Königswürde;
      - 1815 Wiener Kongress
      - 1914 Erster Weltkrieg
      - 2014 Islamischer Staat, Ukraineputsch, Syrienkrieg, Flüchtlingstsunami, eventuell Zerfall der Türkei, Le Pen übernimmt die Macht in Frankreich, Präsident Putin beschützt Christen im Nahen Osten; etc….


      www.telegraph.co.uk/news/newstopics/howaboutthat/7832724/2014-will-determine-course-of-century-says-
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      Im Bezug auf die Überschrift: Merkel, Scherben bringen Glück !
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      stefschuhAntwort anEder(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Eder, ebenfalls, dann sind wir schon zwei:)
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