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12:24 14 Oktober 2019
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    Ukrainischer Soldat

    Kiew an Washington: Lasst uns zusammen tödliche Waffen bauen

    © REUTERS / Valentyn Ogirenko
    Politik
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    Die Ukraine möchte auf ihrem Territorium gern gemeinsam mit den USA tödliche Waffen produzieren, wie der ukrainische Botschafter in den USA, Waleri Tschaly, im Sender „112 Ukraina“ sagte.

    „Ich weiß, dass die Frage der Lieferung von tödlichen Waffen eine delikate Frage ist. Und, ehrlich gesagt, wichtig sind nicht die Lieferungen selbst, sondern das Signal… Da ist meine Idee, die durchaus eine Chance auf Realisierung hat, Waffen in Kooperation mit den Amerikanern auf ukrainischem Boden zu produzieren“, so der ukrainische Diplomat. Tschaly hoffe, dass die USA in kurzer Zeit „ein Signal geben“.

    Zuvor hatte Tschaly gesagt, dass die Frage der Lieferung von amerikanischen tödlichen Waffen noch einmal nach den Präsidentschaftswahlen in den USA im November unter die Lupe genommen werden könnte. Im amerikanischen Etat sei die größte Finanzunterstützung der Ukraine in Höhe von 600 Millionen Dollar vorgesehen. 330 Millionen daraus sollen zu Verteidigungszwecken angewandt und 50 Millionen sollen für tödliche Waffen bereitgestellt werden. Eine solche Entscheidung habe aber Washington noch nicht getroffen.

    Die USA leisten der Ukraine schon länger Militärhilfe, aber offiziell bislang nur in Form von Uniformen und Ausrüstung. Zudem bildet amerikanisches Personal Soldaten der ukrainischen Nationalgarde im Osten des Landes aus.

    Russland hatte mehrmals vor der Lieferung von Waffen an die Ukraine gewarnt und diese als Schritt zur weiteren Eskalierung der Krise im Donbass beurteilt. Diese Meinung teilt auch die Mehrheit der europäischen Politiker.

    So halte der Außenminister Deutschlands, Frank Walter Steinmeier, Waffenlieferungen an Kiew für eine riskante und kontraproduktive Lösung des Konflikts. Der Vorsitzende des NATO-Militärausschusses, Petr Pavel, sieht keine Notwendigkeit in dieser Maßnahme. Das würde nur „das Leiden der Menschen erhöhen“, meint er.

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    Tags:
    NATO, Frank-Walter Steinmeier, Petr Pavel, Russland, USA, Ukraine