20:24 28 März 2020
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    Die Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs CAS zum Ausschluss russischer Athleten von den Paralympics in Rio de Janeiro wirft ernste Fragen hinsichtlich der Menschenrechte auf. Dies erklärte der Menschenrechtsbeauftragte des russischen Außenministeriums, Konstantin Dolgow.

    „Ich möchte denjenigen in die Augen schauen, die solche Entscheidungen treffen – wie ist es bei ihnen um die Behindertenrechte bestellt?“, so Dolgow gegenüber Journalisten. In Bezug auf die Menschenrechte sei dieses Urteil völlig verblüffend.

    Behindertensportler seien Menschen, so Dolgow, die sich jahrelang vorbereitet hätten und kolossalen Mut und Kraft besäßen, um durch den Sport die olympischen Werte aufrechtzuerhalten. Doch nun seien sie dieser Möglichkeit beraubt worden.

    Das Russische Paralympische Komitee nannte das CAS-Urteil wiederum einen „politischen Auftrag“: Man wolle Russland „an den Rand des Weltsports drängen“. Russland kann laut der Senatorin und Olympia-Siegerin Tatjana Lebedewa demnächst eine Klage beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte einreichen.

    Am Dienstag entschied der CAS, dass die russische Auswahl von den Paralympics in Rio ausgeschlossen bleibt. Damit lehnte das Gericht die russische Klage gegen einen früheren Beschluss des Internationalen Paralympischen Komitees ab.

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    Sportler, Behinderte, Menschenrechte, Urteil, Paralympics 2016, Internationaler Sportgerichtshof CAS, Rio de Janeiro, Russland