09:11 13 Dezember 2019
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    Elbe Day: die Sowjetunion und die USA hatten im Zweiten Weltkrieg kooperiert

    US-Boschafter: Washington und Moskau müssen wie einst kooperieren

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    Washington und Moskau können nicht nur, sondern müssen zusammenwirken; das beweist die Erfahrung der gemeinsamen Aktivitäten gegen den gemeinsamen Feind in den Jahren des Zweiten Weltkrieges. Dies erklärte am Dienstag der US-Botschafter in der Russischen Föderation, John Tefft.

    Der amerikanische Botschafter begibt sich am 29. August zu Gedenkfeierlichkeiten nach Archangelsk, die dem 75. Jahrestag der Ankunft des ersten Nordmeergeleitzuges unter dem Codenamen „Dervish“ im Hafen der Stadt gewidmet sind. Er brachte der UdSSR 1941 Frachten im Rahmen des Leih- und Pachtgesetzes.

    „Gemeinsam mit Kollegen aus Großbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland werden wir das Jubiläum eines historischen Ereignisses begehen, das den Anfang für die Lieferungen von Militärtechnik und anderem kriegswichtigem Material markierte, die die UdSSR – unser Bündnispartner im Zweiten Weltkrieg – so sehr brauchte. Es ist zweckmäßig und richtig, das Andenken an diese Nordmeergeleitzüge zusammen mit den russischen Organisatoren der Feierlichkeiten zu ehren. Denn das ist eine gute Erinnerung daran, dass die USA und die UdSSR ihre Bemühungen an einem Wendepunkt der Weltgeschichte vereinigen konnten. Ich bin überzeugt, dass unsere Länder nicht nur fähig sind, erneut miteinander zu arbeiten, sondern dies auch tun müssen“, schrieb Tefft in seinem Livejournal-Account.

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    Er erinnerte daran, dass 41 alliierte Geleitzüge mehr als 4,2 Millionen Tonnen Frachten nach Archangelsk und Murmansk gebracht hatten – von Traktoren und Dieselmotoren bis hin zu Artilleriegeschützen und Panzern. „Diese Lieferungen haben die Kampffähigkeit der Sowjetarmee in den Gefechten mit den Nazis gestärkt und unser Bündnis im Kampf gegen den Nazismus gefestigt“, so Tefft.

    In Archangelsk wolle der US-Diplomat auch den Friedhof besuchen, wo britische Militärangehörige, die im Ersten und Zweiten Weltkrieg gefallen waren, ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.

    „Seinerzeit waren hier auch mehrere amerikanische Soldaten begraben, deren sterbliche Hüllen später zur Bestattung in die Heimat gebracht worden waren. Mit meinem britischen Kollegen beabsichtige ich auch, das Andenken der amerikanischen und britischen Militärangehörigen zu ehren, die ihre letzte Ruhestätte in Murmansk gefunden haben. Ich hoffe, dass ich in diesem Jahr ihre Grabstätten besuchen und dieser mutigen Menschen persönlich gedenken kann“, schrieb Tefft.

    Insbesondere seit 1942 setzte eine starke Bekämpfung dieser Frachtschiffkonvois von deutscher Seite ein. Insgesamt wurden 1400 Frachtschiffe auf den Weg gebracht, etwa 85 Fracht- und 16 Kriegsschiffe wurden auf dem Weg in die Sowjetunion versenkt.

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    John Tefft, UdSSR, USA, Russland