09:45 19 November 2017
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    Medwedew: „Miese Typen füllen Sportler mit Doping ab und sagen dann vor Gericht aus“

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    Doping-Skandal (157)
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    Der russische Premierminister Dmitri Medwedew hat vor dem Hintergrund des CAS-Urteils zugunsten des Ausschlusses der russischen Auswahl von den Paralympischen Spielen 2016 die Rolle der unmittelbaren Figuranten des Doping-Skandals scharf kritisiert.

    „Einige Staaten und deren politisch-sportliches Establishment haben nach einem traditionellen Feind gesucht und diesen erneut gefunden. Doch besonders ekelhaft ist die Rolle dieser miesen Typen, die erst ihre Sportler mit Doping abfüllen, das Zeug über die Grenzen schaffen und dann ins Ausland flüchten und vor Gericht unter Eid aussagen. Und dies im Gegenzug für das Zeugenschutzprogramm und künftige Dividenden“, schrieb Medwedew auf Facebook.

    Damit meinte der Premier wohl Grigori Rodtschenkow, den ehemaligen Leiter des Moskauer Anti-Doping-Labors. Gleichzeitig gibt es jedoch keine Information darüber, dass Rodtschenkow tatsächlich jemals vor Gericht ausgesagt hat.

    Medwedew erkennt in dem CAS-Urteil zudem den Wunsch einiger Leiter der Internationalen Paralympischen Bewegung, strake Konkurrenten aus dem Weg zu räumen.

    Der neue Doping-Skandal um Russland war nach einem Interview des Ex-Chefs des Moskauer Anti-Doping-Labors, Grigori Rodtschenkow, entbrannt. Dort hatte er behauptet, mindestens 15 Medaillengewinner der Winterspiele in Sotschi wären Teil eines russischen „Doping-Programms“ gewesen. Er räumte gar eine eigene Beteiligung an dem angeblich „systematischen Doping-Programm“ ein.

    Der Internationale Sportgerichtshof CAS hatte am Dienstagvormittag entschieden, dass die russische Auswahl von den Paralympics in Rio den Janeiro ausgeschlossen bleibt. Damit lehnte das in Lausanne ansässige Gremium die russische Klage gegen den früheren Beschluss des Internationalen Paralympischen Komitee (IPC) ab.

    Die Paralympischen Spiele in Rio de Janeiro finden vom 7. bis 18. September statt.

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