06:44 25 März 2017
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    Medwedew: „Miese Typen füllen Sportler mit Doping ab und sagen dann vor Gericht aus“

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    Doping-Skandal (152)
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    Der russische Premierminister Dmitri Medwedew hat vor dem Hintergrund des CAS-Urteils zugunsten des Ausschlusses der russischen Auswahl von den Paralympischen Spielen 2016 die Rolle der unmittelbaren Figuranten des Doping-Skandals scharf kritisiert.

    „Einige Staaten und deren politisch-sportliches Establishment haben nach einem traditionellen Feind gesucht und diesen erneut gefunden. Doch besonders ekelhaft ist die Rolle dieser miesen Typen, die erst ihre Sportler mit Doping abfüllen, das Zeug über die Grenzen schaffen und dann ins Ausland flüchten und vor Gericht unter Eid aussagen. Und dies im Gegenzug für das Zeugenschutzprogramm und künftige Dividenden“, schrieb Medwedew auf Facebook.

    Damit meinte der Premier wohl Grigori Rodtschenkow, den ehemaligen Leiter des Moskauer Anti-Doping-Labors. Gleichzeitig gibt es jedoch keine Information darüber, dass Rodtschenkow tatsächlich jemals vor Gericht ausgesagt hat.

    Medwedew erkennt in dem CAS-Urteil zudem den Wunsch einiger Leiter der Internationalen Paralympischen Bewegung, strake Konkurrenten aus dem Weg zu räumen.

    Der neue Doping-Skandal um Russland war nach einem Interview des Ex-Chefs des Moskauer Anti-Doping-Labors, Grigori Rodtschenkow, entbrannt. Dort hatte er behauptet, mindestens 15 Medaillengewinner der Winterspiele in Sotschi wären Teil eines russischen „Doping-Programms“ gewesen. Er räumte gar eine eigene Beteiligung an dem angeblich „systematischen Doping-Programm“ ein.

    Der Internationale Sportgerichtshof CAS hatte am Dienstagvormittag entschieden, dass die russische Auswahl von den Paralympics in Rio den Janeiro ausgeschlossen bleibt. Damit lehnte das in Lausanne ansässige Gremium die russische Klage gegen den früheren Beschluss des Internationalen Paralympischen Komitee (IPC) ab.

    Die Paralympischen Spiele in Rio de Janeiro finden vom 7. bis 18. September statt.

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    Tags:
    Dopingskandal, Sportler, Gericht, Internationaler Sportgerichtshof CAS, Grigori Rodtschenkow, Dmitri Medwedew, Russland
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    • R.E.D.
      Seht Seth, wenn er nicht grad auf HSV macht, der Depp.
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      billyvor
      R.E.D.,

      Genau andersrum.
      Dämlich sein ist die Voraussetzung, um als NATO Troll rekrutiert zu werden .......
    • SethAntwort anbillyvor(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      billyvor, komisch, ich hatte bislang eine komplett gegenteilige Wahrnehmung!
      Eben dass es dämlich sei der russischen Propaganda tagtäglich auf ein Neues zu erliegen, wie es Ihnen scheinbar immer widerfährt?!
    • Никита
      Solche Artikel sind einfach peinlich. Da wird über Jahre in Russland ein staatliches Doping-System aufgebaut, Proben werden mit Hilfe des FSB ausgetauscht, Sportler zum Doping gezwungen und hinterher versucht man von staatlicher russischer Seite die zu verunglimpfen, die dieses System haben auffliegen lassen.
      Ziemlich ärmlich....
    • R.E.D.Antwort anbillyvor(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      billyvor, dann sind das alles Generäle :-)
    • R.E.D.Antwort anНикита(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Никита, der General Obertroll braucht wohl ne Gehaltserhöhung...
    • Eddy SnowmanAntwort anНикита(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Никита,

      Sie haben in jedem Ihrer Sätze Sätze das Wort "angeblich" vergessen...
      Angeblich gibt es ja auch zehntausende russische Soldaten im Donbass, die mal einmarschiert sind, dann etwas später kurz davor sein sollen, mal einfach in Russland "aggressiv" Übungen abhalten (genau in dieser Reihenfolge!) LOL

      Und angeblich soll Russland für den Abschuss der MH17-Maschine verantwortlich sein...
      Angeblich soll es ja auch Beweise dafür geben, nur gesehen hat sie seltsamerweise niemand...

      Auch angeblich soll Ukraine nichts mit den kürzlich misslungenen Terror-Plänen auf der Krim gehabt haben...

      Ja-ja, angeblich dreht sich auch die Sonne um die Erde :))
    • Никита
      Wie sagte doch Spotminister Mutko noch im Mai so treffend?
      "Um es ganz klar zu sagen: Wir schämen uns dafür. Es tut uns leid, dass wir Athleten, die versucht haben, uns und die Welt zu betrügen, nicht früher überführt haben."
      "Sportler, Trainer und den Leichtathletik-Verband RUSAF haben schwerwiegende Fehler gemacht."
    • EardwulfAntwort anEddy Snowman(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Eddy Snowman, ich mache an der Stelle noch einmal auf den Artikel "Gefährliche Propaganda" - magazin.spiegel.de/SP/2016/30/145947650 aufmerksam, leider zZ. noch ein Paylink aber wer eine gut sortierte Kneipe kennt, SPIEGEL 30/23.07.2016, Seite 42. Darin wird beschrieben, wie General Breedlove systematisch russische Truppen in den Osten der Ukraine propagierte. Das ganze Dilema kann man, und darauf beruft sich der Spiegel auch, selbstständig über DC Leaks recherchieren - wenn man Lust und Laune hat.

      Apropos DC Leaks, wieso wird eigentlich nicht über die Soros Emails berichtet, die sind gerade in Bezug auf die Ukraine äusserst aufschlussreich.
    • Eddy SnowmanAntwort anEardwulf(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Eardwulf,

      jo, habe den Artikel in Englisch gelesen, das geht sogar kostenlos :)

      www.spiegel.de/international/world/breedlove-network-sought-weapons-deliveries-for-ukraine-a-1104837
    • EardwulfAntwort anEddy Snowman(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Eddy Snowman, ups, wusste ich nicht, ich lese den Spiegel print(nur habe ich mein Abo vor gut zwei Jahren gekündigt und muss seit dem, sehr zu meinem Leidwesen, in eine Bar gehen und Wein schlürfen... - echt ein schweres Los! ;-) )
    • konstantinAntwort anНикита(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Nikita Seppelt, alles was du hier so schreibst, hat dein Freund Hajo schon 500 mal heruntergebetet. Eine Sache wird durch fortlaufende Wiederholen nicht wahr.
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      MiamiAntwort anНикита(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Никита, was die Russen gestern sagen, leugnen sie morgen...diese Mafiatypen sind wie Windfahnen, einfach ohne einen Funken Ehre
    • avatar
      baijardo
      Die angeblich Miesen Typen scheinen aber bekannt zu sein.
    • konstantin
      Die Nato Trolle scheinen ja wieder sehr unter Strom zu stehen. Lach
      Diese Kerlchen sind wirklich mehr als amüsant.
    • НикитаAntwort anMiami(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Miami, wie schrieb der russische Schriftsteller Michail Schischkin doch so treffend:
      Die Wahrheit abzustreiten, das hat in Russland nicht nur Tradition, sondern ist vielmehr Teil des Gesellschaftsvertrags.
      Wir russischen Kinder lasen alle das Buch „Gelsomino im Lande der Lügner“ des Italieners Gianni Rodari. Darin kommt ein Junge in ein Land, das von einer Piratenbande eingenommen worden ist, die nun alle zum Lügen zwingt. Den Katzen wird befohlen zu bellen, den Hunden zu miauen. „Brot“ muss „Tinte“ genannt werden. Es ist nur Falschgeld im Umlauf, und die Einwohner werden über die Zeitung „Der musterhafte Lügner“ über die wichtigsten Nachrichten informiert.
      Uns Kindern gefiel die Absurdität dieser Situation natürlich. Für die Erwachsenen lag das Geheimnis des unglaublichen Erfolgs dieses Buches allerdings darin, dass sie genau verstanden, über welches Land hier in Wirklichkeit geschrieben wurde. Orwell für Anfänger. Als die Kinder älter wurden, begriffen sie ebenfalls sehr schnell, dass sie in genau diesem Land lebten.
      Die Lüge war allgegenwärtig. Die Zeitungen logen, das Fernsehen, die Lehrer. Der Staat betrog seine Bürger, die Bürger betrogen den Staat. So waren die allen verständlichen Spielregeln. Vom Kindergarten an gewöhnten wir uns daran.
      Mit Plakaten überzeugte man die Bevölkerung, dass die „UdSSR – das Bollwerk des Friedens“ sei, und schickte gleichzeitig seine Panzer überallhin auf der Welt. Im Fernsehen berichtete man freudig über die Erfüllung der Fünfjahrespläne, doch die Regale in den Geschäften wurden fortwährend leerer und die Schlangen davor größer. Wir lebten in dem Land, „in dem der Sozialismus gesiegt“ hatte, in dem laut Gesetz alles dem Volk gehörte, doch in Wirklichkeit besaß das Volk nichts. Überhaupt gehörte niemandem etwas.

      Wir lebten in diesem außergewöhnlichen Land voller Sklaven, in dem alle dem System gehörten. Diejenigen, die uns anführten, waren einfach die größten Sklaven. Niemand trug die Verantwortung für sein Land. Die Kolchose-Sklaven sind enteignet worden und ihnen war es egal, ob die Ernte heranwuchs oder nicht. Die Arbeiter-Sklaven soffen, und ihre Vorgesetzten schickten gefälschte Bilanzen ans Ministerium. Die regierenden Sklaven nahmen diese verdrehten Lügen als gültige Resultate in Empfang.

      Über Jahrzehnte wurden eigene und fremde Leute angeschwindelt, und man störte sich nicht daran, dass niemand dem anderen glaubte. Unter dem erlogenen „Aufruf einer Gruppe von Genossen“ fiel man in die Tschechoslowakei ein. Man log, dass man uns nach Afghanistan eingeladen habe. Es wurde geschwindelt, wenn bei Flugzeugkatastrophen Fußball- oder Hockeymannschaften starben – denn solche Katastrophen kamen ja nur dort vor, im Westen. Die ganze Welt wurde angeschwindelt, als ein südkoreanisches Flugzeug abgeschossen worden war.

      Chruschtschow wurde aus den offiziellen Bildern des Empfangs von Gagarin auf dem Roten Platz herausgeschnitten. Man log über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft, zu jedem Anlass, egal ob wichtig oder unwichtig.
      Meine Mutter unterrichtete damals in der Schule, doch ich habe zu der Zeit natürlich noch nicht realisiert, wie schwierig die Gestaltung des Unterrichts für sie und alle Lehrer war: Sie standen vor einer unlösbaren Aufgabe – die Kinder zu lehren, die Wahrheit zu sagen, und sie gleichzeitig auf ein Leben im Land der Lügen vorzubereiten. Nach dem geschriebenen Gesetz sollte man immer die Wahrheit sagen, doch das ungeschriebene hieß: Wenn du die Wahrheit sagst, wirst du Kummer ernten.

      Sie lehrten uns Lügen, an die sie selbst nicht glaubten, weil sie uns liebten und uns retten wollten. Denn in unserem Land wurde mit Worten ein tödliches Spiel getrieben. Man musste die richtigen Worte aussprechen und die falschen verschweigen. Niemand zog diese Grenze offiziell, doch jeder spürte sie in sich. Die Dissidenten verstießen gegen diese Spielregeln – aufgrund ihres selbstmörderischen Verständnisses für Gefühle der persönlichen Wertschätzung (so lautete Solschenizyns berühmter Aufruf: „Nicht nach der Lüge leben“). Auch unerschrockene junge Leute verstießen dagegen – aus Dummheit.
      Die Lehrer versuchten, diese wahrheitsliebenden Jugendlichen zu retten, indem sie ihnen eine belebende Dosis Furcht einimpften. War das im Moment ein bisschen schmerzhaft, so immunisierte es doch für das ganze folgende Leben. Vielleicht hatte man uns Chemie oder Englisch nur schlecht beigebracht, doch wir erhielten eine beispielhafte Erziehung in der schwierigen Kunst des Überlebens – das eine zu sagen, aber das andere zu denken und zu tun.

      Diese Lüge darf keinesfalls als Sünde bezeichnet werden – in ihr konzentrierte sich die ganze Kraft der Vitalität, die Stärke der Überlebensgeister. Jeder, der geboren wurde, fand sich in diesem geschlossenen Kreis aus Lügen wieder. Doch warum? Wie konnte es so kommen? Ich kann mich erinnern, wie mich als Jugendlicher die einfache Erklärung überrascht hat, die ich dazu im Artikel „Das Paradox der Lüge“ gelesen habe, den der verbotene Philosoph Nikolai Berdjajew 1939 im Exil über die Diktaturen von Hitler und Stalin geschrieben hatte: „Die Menschen leben in Angst, und die Lüge ist ihre Waffe zur Verteidigung.“ Die Machthaber fürchteten sich vor ihrem eigenen Volk und logen deshalb. Und die Bevölkerung machte bei dieser Lüge mit, denn sie fürchtete sich wiederum vor der Macht.
      Das Prinzip der Lüge hat Putin perfektioniert. Der Machthaber und sein Volk haben einen Gesellschaftsvertrag miteinander geschlossen: Wir wissen, dass wir lügen und dass ihr lügt und werden weiter lügen, um zu überleben.
    • EardwulfAntwort anНикита(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Никита, lass dir doch mal eine neue Story einfallen, ich kann schon überhaupt nicht mehr zählen wie oft du das schon gepostest hast. Im übrigen interpretierst du "Gelsomino im Lande der Lügner" völlig falsch, aber das hab ich dir auch schon mehrmals gesagt.

      Boring.
    • НикитаAntwort anEardwulf(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Eardwulf,
      es mag dich langweilen, aber die Wahrheit ist halt nicht immer spannend ;-)
    • konstantinAntwort anНикита(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Nikita der Lügner, kopert einen Lügner, der sich über Lügen ausläßt. Respekt Kicher
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      MiamiAntwort anНикита(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Никита, ich galube, jetzt muß Eardwulf eine Weile nachdenken...ha
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