14:22 24 Juni 2017
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    Die Ortschaft Semjonowka (Bild) bei Slawjansk wurde 2014 von der ukrainischen Armee nach massiven Luftangriffen erobert. Dieses Foto wurde im Juli 2016 gemacht.

    Kriegsverbrechen: Russland ermittelt gegen ukrainische Militärführung

    © Sputnik/ Sergej Awerin
    Politik
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    Die russische Justiz hat gegen hohe ukrainische Regierungsvertreter Ermittlungen wegen Kriegsverbrechen eingeleitet. Nach ersten Erkenntnissen sollen der ukrainische Verteidigungsminister Poltorak, Generalstabschef Muschenko und weitere Beamte für die Anwendung verbotener Kriegsmethoden und Waffen gegen Zivilisten im Donbass verantwortlich sein.

    Der ukrainische Militärfeldzug im abtrünnigen östlichen Industriegebiet Donbass (Donezbecken) dauert seit mehr als zwei Jahren an. Beobachter berichteten vom Einsatz von ballistischen Raketen und international verachteter Streumunition, mit denen die ukrainischen Truppen massiv Wohnviertel beschossen haben sollen. Die russische Justiz ermittelt seit 2014 wegen Kriegsverbrechen in der Ost-Ukraine.

    „Die Ermittler haben ausreichend Hinweise darauf, dass die Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung auf Befehl der obersten Militärführung der Ukraine begangen worden sind“, erklärte das Russische Ermittlungskomitee am Mittwoch in Moskau. Entsprechende Ermittlungen seien gegen Verteidigungsminister Stepan Poltorak, Generalstabschef Viktor Muschenko, den Befehlshaber der Nationalgarde Juri Allerow, den ehemaligen Heereschef Alatoli Puschnjakow und seinen Amtsnachfolger Sergej Popko angestrengt worden.

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    Tags:
    Kriegsverbrechen, Russland, Donbass, Ukraine
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