11:45 03 August 2020
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    Regelung der Krise in der Ukraine (2436)
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    Seit Anfang 2014 sind 2504 ukrainische Militärangehörige im Südosten des Landes gefallen, wie der ukrainische Präsident Petro Poroschenko am Mittwoch bei einer Militärparade in Kiew sagte.

    „In der Rückschau auf mehr als zweieinhalb Jahr Krieg kann man sicher feststellen, dass dem Feind keine einzige strategische Aufgabe zu lösen gelungen ist, er konnte die Ukraine nicht in die Knie zwingen. Dafür sind 2054 unserer Kämpfer gestorben“, so Poroschenko bei der Parade anlässlich des 25. Jahrestags der ukrainischen Unabhängigkeit.

     

    „Von 2014 bis 2016 sind 300.000 Menschen an die Front geschickt worden: Die Ersten waren Freiwillige, dann Eingezogene, jetzt Berufssoldaten“, fügte er hinzu.

    Dank dem Übergang zur Berufsarmee sei  es der Ukraine gelungen, auf die Mobilisierung von Zivilisten zu verzichten, so Poroschenko. Ihm zufolge kommen monatlich 6.000 Berufssoldaten zur Armee. Seit Januar seien es bereits mehr als 46.000 gewesen. Bis Jahresende würden mehr als 20.000 Berufssoldaten zusätzlich erwartet.

    Die ukrainische Armee bestehe derzeit zu 75 Prozent aus Berufssoldaten, so der Präsident. Außerdem wird die Reserve, momentan mehr als 80.000 Personen, aufgestellt.

    Im Osten der Ukraine schwelt seit rund zwei Jahren ein militärischer Konflikt. Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 Truppen in die östlichen Kohlefördergebiete Donezk und Lugansk geschickt, nachdem diese den nationalistischen Staatsstreich vom Februar in Kiew nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten.

    Bei den Gefechten zwischen dem Kiew-treuen Militär und örtlichen Bürgermilizen sind laut UN-Angaben mehr als 9.500 Menschen ums Leben gekommen. Seit September 2015 gilt in der Region eine Waffenruhe, die jedoch immer wieder verletzt wird.

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    Militärparade, Petro Poroschenko, Donbass, Ukraine