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    Türkische Spezialeinheiten starten Offensive in Dscharabulus

    Ankara: Befreiung von Dscharabulus bringt Wende im Anti-IS-Kampf

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    Die Räumung der Stadt Dscharabulus im Norden Syriens von den Kämpfern der Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS) wird zum Wendepunkt im Kampf gegen die Dschihadisten, wie der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Mittwoch äußerte.

    „Die Türkei befindet sich im Visier des IS, was der jüngste Terroranschlag in Gaziantep gezeigt hat. Mit diesem Einsatz haben wir der Koalition im Anti-IS-Kampf geholfen. Wir wollen unsere Grenzen vom IS befreien. Dscharabulus ist eine der wichtigsten Städte im Norden Syriens, die schon zwei Jahre vom IS kontrolliert wird. Die Räumung wird zu einem Wendepunkt im Kampf gegen den IS und zur Befreiung Aleppos von Terroristen beitragen“, schrieb Cavusoglu in seinem Twitter-Account. 

    Außerdem wiederholte er Ankaras Forderungen an die syrischen Kurden, das Gebiet westlich des Euphrat zu verlassen und warnte vor möglichen Gegenmaßnahmen.

    Die türkische Armee hatte am frühen Mittwochmorgen mithilfe der Luftwaffe der US-geführten Koalition einen Militäreinsatz zur Befreiung der Stadt Dscharabulus begonnen. Nach Angaben der Agentur Anadolu beschossen die Kampfjets IS-Kämpfer.

    Nach Angaben einer Militärquelle handelt es sich bei der Offensive nicht um eine türkische Bodenoperation. Ziel des Einsatzes sei es, einen Korridor für die Kräfte der gemäßigten Opposition zu schaffen, die Sicherheit der Grenze zu gewährleisten und die territoriale Integrität Syriens sicherzustellen.

    Bei einem Bombenanschlag auf eine Hochzeitsfeier waren am Samstagabend in der türkischen Provinzhauptstadt Gaziantep 54 Menschen getötet worden. Mehr als 100 Hochzeitsgäste wurden verletzt, viele davon schwer. Die türkischen Behörden haben den Vorfall als Terroranschlag eingestuft. Präsident Recep Tayyip Erdogan zufolge soll der Selbstmordattentäter zwischen zwölf und 14 Jahre alt gewesen sein.

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    Anti-Terror-Kampf, Terrormiliz Daesh, Recep Tayyip Erdogan, Mevlüt Cavusoglu, Syrien, Türkei