01:59 19 August 2017
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    Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un

    Pjöngjang hat Washington „fest im Griff“ - Kim Jong Un nach Raketentest

    © REUTERS/ KCNA
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    Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un hat beim Teststart einer U-Boot-gestützten ballistischen Rakete erklärt, sein Land habe das US-Festland und die operative Einsatzzone im Pazifik „fest im Griff“, wie die nordkoreanische Nachrichtenagentur ZTAK meldet.

    Die Starttechnologie des begutachteten Raketenstarts sei ihm zufolge „zur Vollkommenheit ausgeführt“. Zudem hätten die Sicherheit der Startsysteme, die Kapazität des Feststoffraketentriebwerks, die Zuverlässigkeit der Ziellenksysteme und die  Zielgenauigkeit der Sprengköpfe „vollkommen das geforderte operative Niveau erreicht“.

    „Der nun vorgenommene Teststart einer ballistischen Rakete wurde zum Erfolg der Erfolge, zum Sieg der Siege“, zitiert die Agentur den Staatschef. Nordkorea habe sich damit „in die erste Reihe der Militärmächte eingefügt, die über die volle Fähigkeit für einen Atomangriff verfügten".

    Wie die Agentur ZTAK betonte, habe der Staatschef die Rüstungsspezialisten des Landes aufgefordert, ihre Neuentwicklungen zur Ausstattung der ballistischen Raketen mit Kernsprengköpfen zu beschleunigen, „um bereit zu sein zu umfassenden Kampfhandlungen und einem Atomkrieg gegen den amerikanischen Imperialismus“, wobei die Kräfte auch auf die Entwicklung der Trägermittel (für Kernsprengköpfe – Anm. d. Red.) konzentriert werden sollten.

    Am Mittwoch hatte Nordkorea einen weiteren Teststart einer ballistischen Rakete von einem U-Boot aus unternommen. Sie soll eine Reichweite von 500 Kilometern erreicht haben, 80 Kilometer tief in die Erkennungszone der japanischen Luftabwehr eingedrungen und im Meer niedergegangen sein. Wie Pjöngjang erklärte, wurde die Flugbahn so gestaltet, dass die Raketen keine Gefahr für die Nachbarländer darstellen konnte.

     

    Die Experten verweisen auf den wesentlichen Fortschritt Nordkoreas in der Sphäre der Raketentechnologien.

    Sei der im Dezember durchgeführte Teststart einer U-Boot-Rakete noch misslungen, so sei beim Teststart im April bereits eine Reichweite von zehn Kilometern erreicht worden. Beim Teststart im Juli sei die Rakete 30 Kilometer weit geflogen, aber die Etappe des Unterwasserstarts und der Flug selbst seien als erfolgreich eingeschätzt worden.

    Nach Erachten der Experten befindet sich Nordkorea jetzt im Stadium der Sommertestflüge um dann zu Teststarts zur Ermittlung der Zielgenauigkeit überzugehen.

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    Tags:
    U-Boot, Raketenstart, Nordkorea