13:56 23 August 2017
SNA Radio
    Sowjetischer Langstreckenbomber Tu-95

    Ukraine: Ex-Verteidigungsminister soll Langstreckenbomber gestohlen haben

    © Sputnik/ Gratschow
    Politik
    Zum Kurzlink
    433471227

    Die ukrainische Haupt-Militärstaatsanwaltschaft hat den Ex-Verteidigungsminister Michail Eschel zum Verhör vorgeladen. Der pensionierte Admiral steht im Verdacht, in den Diebstahl von zwei strategischen Bombern des Typs Tu-95MS verwickelt zu sein.

    Die beiden atomwaffenfähigen Maschinen, die die Ukraine von der Sowjetarmee geerbt hatte, waren nach Angaben der Ermittler während Eschels Amtszeit als Verteidigungsminister rechtswidrig in den Besitz einer Privatfirma gelangt.

    Zuvor bereits hatte die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl gegen den 63-jährigen Ex-Minister erlassen, der sich im benachbarten Weißrussland aufhält. Laut Militärstaatsanwalt Anatoli Matios dürfen die ukrainischen Behörden Eschel erst verhaften, wenn er in seine Heimat zurückkehrt.

    „Der Verdächtige Eschel  wird um 10.00 Uhr am 5. September 2016 zum Verhör und zu anderen Prozesshandlungen als Tatverdächtiger vorgeladen“, heißt es in der Ladung, die die ukrainische Haupt-Militärstaatsanwaltschaft am Donnerstag auf ihrer offiziellen Webseite veröffentlicht hat.

    Eschel war von 2010 bis 2012 Verteidigungsminister der Ukraine und arbeitete danach noch als ukrainischer Botschafter in Weißrussland, bevor er im Mai 2015 von Präsident Poroschenko abgesetzt wurde.

    Zum Thema:

    Korruption: Ukrainische Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Premier Jazenjuk
    Schluss damit! West-Finanzhilfe treibt Ukraine weiter in Korruptionssumpf – Medien
    Nach Korruptionsvorwürfen: Poroschenko beschimpft NYT als „Teil des Hybridkrieges“
    Tags:
    Langstreckenbomber, Tu-95MS, Ukraine
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren