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    WikiLeaks-Gründer Assange: Clinton schürt „Hysterie um Russland“

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    Der Gründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks, Julian Assange, hat der US-Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Hillary Clinton, vorgeworfen, im eigenen Land Hysterie um Russland auszulösen, wie der TV-Sender Fox News berichtet. Amerikanische Medien würden indes „unglaubliche Politisierung“ betreiben.

    Clinton entfache, so der gebürtige Australier im Interview mit Fox News, „eine Art Neo-McCarthy-Hysterie“ um Russlands Rolle in Clintons „E-Mail-Affäre“ im Juli und um die angebliche Verbindung des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump zu Moskau. Die Trump-Kampagne hingegen mache zwar einiges falsch, „aber soweit wir das beurteilen können, hat er nichts mit russischen Agenten zu tun“.

    WikiLeaks werde wohl kaum geheime Informationen über Trump veröffentlichen, so Assange, da es besonders schwer sei, „etwas Schlimmeres freizugeben als das, was täglich aus Donald Trumps Mund kommt“. Sollte die Enthüllungsplattform jedoch bedeutende Informationen zu Trump finden, würde sie diese veröffentlichen.

    Darüber hinaus hat Assange den US-amerikanischen Medien vorgeworfen, während des Präsidentschaftswahlkampfes „unglaubliche Politisierung“ zu betreiben. Als WikiLeaks Ende Juli knapp 20.000 interne E-Mails der US-Demokraten veröffentlicht hatte, die die Vorgehensweise der Parteiführung entlarvte, haben Assange zufolge große Medienkorporationen, darunter The New York Times und der Sender MSNBC, die Enthüllung entweder gar nicht oder nur zum Teil wiedergegeben.

    Am Donnerstag hatte der WikiLeaks-Gründer zudem bekanntgegeben, noch vor den US-Präsidentschaftswahlen im November weitere „bedeutende Informationen“ über Hillary Clinton zu veröffentlichen.

    Die brisanten E-Mails des Nationalen Demokratischen Komitees (DNC) hatten enthüllt, dass der demokratische Parteiapparat Clinton währen der Vorwahlen unterstützt und gleichzeitig deren Parteirivalen Bernie Senders diskreditiert hatte. Damit verletzte er seine Neutralitätspflicht. Nach der Veröffentlichung war die DNC-Vorsitzende Debby Wasserman Schultz zurückgetreten.

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    Tags:
    US-Präsidentschaftswahl 2016, Fox News, Donald Trump, Julian Assange, Hillary Clinton, USA, Russland
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