18:58 18 Januar 2018
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    Türkische Panzer an der Grenze zu Syrien am 24. August 2016

    Türkischer Premier erklärt „Grenz-Säuberung“

    © AFP 2018/ Bulent Kilic
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    Kampf gegen den IS (813)
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    Die Türkei will ihre Grenze zu Syrien von Kämpfern der Terrormiliz Islamischer Staat (auch IS, Daesh) und anderer terroristischer Gruppierungen befreien, um einen neuen Migrantenstrom zu verhindern, wie am Freitag Premierminister Binali Yildirim sagte.

    „Wir ergreifen Maßnahmen an der Südgrenze unseres Landes, um eine neue Migrationswelle zu verhindern. Jetzt säubern wir die an unser Land grenzende Region (in Syrien – Anm. d. Red.) vom IS und anderen terroristischen Gruppierungen, damit die friedlichen Einwohner nicht gezwungen sind, ihre Häuser aufzugeben“, sagte Yildirim auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem bulgarischen Amtskollegen Bojko Borissow in Ankara.

    Wie die Agentur Reuters meldete, soll der türkische Regierungschef erklärt haben, dass die Situation in Syrien und im Irak schwieriger werde und das Migrationsproblem auf EU-Ebene erneut erörtert werden müsse.

    Die türkische Armee hatte am Mittwoch eine Operation gegen den IS in der syrischen Grenzstadt Dscharabulus gestartet, an der sich Truppen der syrischen Opposition und der Luftwaffe der US-geführten Anti-IS-Koalition beteiligen. Die syrische Regierung bezeichnete das Vorgehen der Türkei als eine Verletzung der Souveränität. Innerhalb eines Tages soll die oppositionelle Freie Syrische Armee Dscharabulus zurückerobert haben und kontrolliere bereits die Stadt.

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    Terrormiliz Daesh, Syrien, Türkei
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