16:28 16 Januar 2018
SNA Radio
    Nach Attacke auf die US-Uni in Kabul

    Afghanistan: „Regierung der nationalen Einheit“ erntet Flüche

    © AP Photo/ Rahmat Gul
    Politik
    Zum Kurzlink
    1161

    Führende Mitglieder der afghanischen gesellschaftlichen Organisation „Bürgergesellschaft“ haben bei einer Pressekonferenz in Kabul die Sicherheitssituation im Land kritisiert und von der „Regierung der nationalen Einheit“ gefordert, „mit dem Schicksal ihrer Bürger nicht zu spielen“, berichtet Sputnik Dari.

    Während der Pressekonferenz wurden sogar Flüche gegen die Regierung ausgesprochen.

    Aziz Rafee, Mitglied der „Bürgergesellschaft“, sagte gegenüber der Agentur: „Die heutige Situation in Afghanistan ist durch eine tiefe Krise gekennzeichnet. (…) Jede Krise benötigt die starke Hand eines Managers, der sie mit seinem Willen beilegen kann. Andernfalls erwartet uns ein ruiniertes Afghanistan.“

    Laut einer weiteren Vertreterin der „Bürgergesellschaft“, Zahra Sepehr, sollte die Regierung mehr für die Zukunft ihres Volkes und das Schicksal der jungen Generation sorgen, statt die Macht unendlich und ergebnislos in ihrer Hand zu konzentrieren. „Die Führungspersonen der Regierung tragen Verantwortung gegenüber ihrem Volk, und sie dürfen es nicht zulassen, dass das Volk von seiner Zukunft enttäuscht wird“, so Sepehr.

    In Afghanistan werden in den letzten Wochen Stimmen immer lauter, die meinen, das Land versinke immer tiefer in einer politischen, wirtschaftlichen und sozialen Krise.

    Zum Thema:

    Afghanistan: Zwei ausländische Uni-Dozenten in Kabul gekidnappt
    Afghanistan: Westliche Touristen geraten in Hinterhalt der Taliban
    Afghanistan: Mindestens zehn Todesopfer bei Explosion in Kabul
    Tags:
    Afghanistan
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren