22:51 20 August 2018
SNA Radio
    Türkisch-syrische Grenze

    Experte: Ankara muss seinen Syrien-Einsatz mit Damaskus koordinieren

    © REUTERS / Murad Sezer
    Politik
    Zum Kurzlink
    25754

    Die Türkei muss im Rahmen ihrer Aktivitäten an der syrisch-türkischen Grenze diplomatische Kanäle nutzen und keine einseitigen Schritte unternehmen, sagte der Politologe und Experte des Zentrums für Nahost- und Afrika-Studien des Instituts „Türkei 21. Jahrhundert“, Yasin Atlioglu, gegenüber Sputnik Türkiye.

    „Die Umsetzung der Hauptaufgaben der Türkei in der Region, und zwar die Gewährleistung der Sicherheit in der Grenzzone, die Befreiung von Al-Baba und die Verhinderung eines Vorrückens der kurdischen Kräfte westlich des Euphrat – ist nur möglich, wenn die Türkei militärisch deutlich präsent ist“, so Atlioglu.

    Hierbei müsse die Türkei selbstverständlich nur in Koordination mit der syrischen Regierung, Russland und den USA, mit Rücksicht auf die territoriale Integrität Syriens und im vollen Bewusstsein dessen handeln, dass die Militäroperation in Syrien eine vorübergehende Situation sei, so der Politologe.

    Die wichtigste Bedingung für Ankara ist laut Atlioglu das Zusammenwirken mit den Nachbarländern, Russland, den USA, dem Iran und vor allem mit Damaskus. Sollte die Türkei ihre bisherige Strategie verfolgen und im Alleingang vorgehen, werde sich die Situation in den angrenzenden Territorien schon in drei bis fünf Monaten zum früheren Kräfteverhältnis umkehren.

    Der Experte ist überzeugt, dass Ankara mit allen Akteuren im Kampf gegen den Terrorismus und beim Schutz der territorialen Integrität Syrien zusammenwirken muss.

    Zum Thema:

    Himmel über Syrien: Moskau will Zwischenfälle mit Ankara vermeiden
    Echo auf türkischen Syrien-Einsatz: „Erdogan braucht Russlands Komplimente nicht“
    Türkische Truppen in Syrien einmarschiert
    Damaskus beklagt sich bei Uno über Verletzung seiner Grenzen durch Ankara - Medien
    Tags:
    Koordination, Türkei, Syrien
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren