05:48 15 November 2019
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    Südkorea und USA üben Landung in Nordkorea

    Seoul braucht Atom-U-Boote gegen Pjöngjangs Raketen – Abgeordnete

    © Foto : U.S. Marine / Michael Schellenbach
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    Eine 23-köpfige Abgeordnetengruppe der regierenden Saenuri-Partei Südkoreas hat vorgeschlagen, eigene Atom-U-Boote im Lande zu stationieren, um Nordkorea im Ernstfall etwas entgegensetzen zu können, wie die Nachrichtenagentur Yonhap meldet.

    „Die Streitkräfte der Republik Korea müssen der Bedrohung durch nordkoreanische ballistische U-Boot-Raketen mit Hilfe von Atom-U-Booten effektiv begegnen, welche die U-Boote Nordkoreas entdecken und angreifen können“, zitiert die Agentur aus der Erklärung der Saenuri-Abgeordneten, geleitet von dem Parlamentarier Won Yoo-chul.

    „Korea ist von drei Seiten her von Meer umgeben und verwundbar durch die nordkoreanischen ballistischen U-Boot-Raketen. Um den Provokationen etwas entgegenzusetzen, müssen Atom-U-Boote stationiert werden“, so Won Yoo-chul.

    Laut dem Abgeordneten Chong Chin-sok sollten die südkoreanischen Streitkräfte darum eigene Atom-U-Boote erwerben. In den nordkoreanischen U-Boot-gestützten Raketen sehe er eine größere Bedrohung als in landgestützten Raketen, da der Ort eines Unterwasserstarts schwerer zu ermitteln sei.

    Südkoreas Marine verfügt laut Yonhap gegenwärtig zwar über 17 U-Boote, besitzt aber keine Atom-U-Boote. 

    Fotos: Abgefeuert von U-Boot — Nordkorea testet Rakete

    In der vergangenen Woche hatte Nordkorea einen erfolgreichen Teststart einer ballistischen Rakete von einem U-Boot aus unternommen, wobei die Rakete 500 Kilometern weit geflogen und dann in der Erkennungszone der japanischen Luftabwehr niedergegangen war.

    Am 8. Juli hatten Seoul und Washington bereits mitgeteilt, dass sie die Stationierung des amerikanischen Raketenschilds THAAD in Südkorea als „Verteidigungsmaßnahme“ zum Schutz der Republik Korea und seiner Bürger, aber ebenso zum Schutz der Streitkräfte der Allianz, vor den Massenvernichtungswaffen und ballistischen Raketen Nordkoreas vereinbart hätten.

    Seit Mitte April testet Nordkorea wiederholt seine Musudan-Raketen, angeblich meist misslungen. Diese Raketen sollen eine Reichweite von maximal 4000 Kilometern haben. Insgesamt fanden bereits sechs Raketentests statt.

    Die Situation auf der koreanischen Halbinsel hatte sich nach dem von Nordkorea am 6. Januar durchgeführten Atombombentest zugespitzt. Am 7. Februar folgte dann der Start einer Trägerrakete mit einem Satelliten in den erdnahen Raum. Der UN-Sicherheitsrat reagierte einstimmig mit einer Resolution zur Verschärfung der Sanktionen gegen das Land. Pjöngjang rechtfertigte sein Vorgehen damit, auf die Aggression seitens der USA reagieren zu müssen.

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    U-Boot, Won Yoo-chul, Nordkorea, Südkorea