06:45 25 März 2017
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    Poroschenko auf dem Luftwaffenstützpunkt der Stadt Tschuhujiw im Gebiet Charkiw

    Heimlich, still und leise: Kiew leitet massive Teilmobilmachung ein - Medien

    © Sputnik/ Mikhail Palinchak
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    In der Ukraine sollen schon wieder massenhaft Männer im wehrdienstfähigen Alter zum Militär eingezogen werden, wie die ukrainische Zeitung „Vesti“ unter Berufung auf eine Quelle in Militärkreisen schreibt.

    Für die „sofortige“, bereits siebte seit Anfang der Donbass-Krise, Masseneinberufung  seien bereits „geheime Dekrete“ erlassen und an in die ukrainischen Musterungsbehörden übergeben worden.

    Nach Angaben des Informanten aus dem Verteidigungsministerium sollen die Einberufenen an der südöstlichen Front unweit der abtrünnigen Gebiete im Donbass oder womöglich auch an den Grenzen zur Schwarzmeerhalbinsel Krim eingesetzt werden.

    Auf Anfragen von örtlichen Medien wurde diese Information von den ukrainischen Militärkommissariaten noch nicht bestätigt. Man sei zwar stets für eine Mobilmachung offen, diesmal aber sei die Rede von Vertragssoldaten. Dabei sei jedoch unklar, ob die Anzahl der Berufssoldaten ausreiche, um die bislang demobilisierten zu ersetzen, wie der stellvertretende Militärkommissar der Kiewer  Musterungsbehörde, Igor Sljusarenko, betonte.

    Zuvor hatte Poroschenko behauptet, dass die Wahrscheinlichkeit einer Eskalation im Donbass und einer umfassenden Invasion russischer Militärs in die Ukraine hoch bleibt. „Wir schließen eine groß angelegte russische Intervention nicht aus. Aber wir sind darauf gefasst. Unsere Streitkräfte sind bereit, den Feind sowohl im Osten als auch entlang der administrativen Grenze zur Krim abzuwehren“, sagte Poroschenko.

    Im Osten der Ukraine schwelt seit rund zwei Jahren ein militärischer Konflikt. Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 Truppen in die östlichen Kohlefördergebiete Donezk und Lugansk geschickt, nachdem diese den nationalistischen Staatsstreich vom Februar in Kiew nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Bei den Gefechten zwischen dem Kiew-treuen Militär und örtlichen Bürgermilizen sind laut UN-Angaben mehr als 9.500 Menschen ums Leben gekommen. Seit September 2015 gilt in der Region eine Waffenruhe, die jedoch immer wieder verletzt wird.

    Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hatte nach eigenen Angaben auf der Krim eine Reihe von Terroranschlägen vereitelt, die der militärische Nachrichtendienst der Ukraine geplant haben soll. Bei Kämpfen mit ukrainischen Spezialtrupps am 7. und 8. August seien auf der Krim ein russischer Soldat und ein FSB-Mitarbeiter getötet worden. Mehrere mutmaßliche ukrainische Agenten seien festgenommen worden und hätten Aussagen gemacht. Es seien Bomben und ukrainische Waffen sichergestellt worden. Die Ukraine bestreitet jede Verwicklung.

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    Alle Kommentare

    • Luzi Neumann
      Atomarer Gegenschlag - als Exempel

      Sofern diese ukrainischen Nazis als NATO-Marionetten einen Angriff auf russisches Gebiet oder russische Soldaten wagen sollten - sollte sofort und ohne jeder Vorankündigung ein atomarer Gegenschlag gegen die Ukraine geführt werden. Gleich gegen Kiew. Obschon Russland mehrfach mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht hat - tanzt man diesem von Seiten der NATO nach wie vor auf der Nase herum. Demzufolge müssen solche Drohungen auch in die Tat umgesetzt werden - da diese anderenfalls infolge Unglaubwürdigkeit total wirkungslose werden. Insofern sollte ein Exempel statuiert werden - wofür sich die in SS-Uniformen kämpfenden "Anti-Bolschewiken" in der Tradition des ukrainischen Nazis Bandera anbieten. Und wenn Russland einen Atomschlag gegen Kiew führt - dann wird man dessen Drohungen künftig auch nicht mehr in den Wind schlagen...
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      richard.gerhardAntwort anLuzi Neumann(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Luzi Neumann, das geht nun nicht. Rußland kann sich nicht auf eine Stufe mit Massenmördern stellen. Damit hätten die verlogenen USA ihre Bestätigung, die sie brauchen, um ihrerseits ihren aggressiven Kurs zu verteidigen. Die RF hat andere Möglichkeiten, die Kriegstreiber in Kiew zur Raison zu bringen. Sie wird jede Art von Eskalation versuchen zu vermeiden, wird aber auch andererseits nicht bereit sein, und das weiß jeder, dem sinnlosen Morden der eigenen Bevölkerung im Donbas tatenlos zuzusehen. Das hat ihr Präsident bereits betont und er meint, was er sagt. Das unterscheidet ihn zu anderen.
    • rediv80Antwort anLuzi Neumann(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Luzi Neumann,
      Wir führen ganz sicher keinen Nuklearschlag gegen Kiev - die Mutter aller russischen Städte!
      Auf den Nuklearschlag dürfen sich die " Freunde Bandera-Kievs " freuen! Warschau, Riga, Tallin .... usw.
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      JoesiAntwort anrediv80(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      rediv80,
      Washington, New York und San Franzisco nicht vergessen!
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      Jakkede
      Poroschenko will vorsätzlich die Zukunft der Ukraine verheizen.
      Was dann?
      Die vollgetankte Maschine die diesen Kriegstreiber im Falle des Falles in die USA bringt steht bestimmt schon bereit.
    • Piero Doldi
      Die Teilmobilmachung und das Betteln um mehr Waffen sind wohl Teil von Poroschenkos Friedensbemühungen, die dazu führen, dass ihn die Ukrainer schon als Anwärter auf den Friedensnobelpreis sehen. Blöd nur, dass das mal wieder keiner im Donbass und in Russland versteht.
    • Reichsbürger
      Atomar was für ein Blödsinn, wenn Russland wollte könnten die auch so in ein paar Stunden die Ukraine einnehmen, aber da hat Russland gar kein Interesse daran.
      Mich estaunt nur immer wieder die Blödheit der Ukraine, anzunehmen Sie könnten Russland etwas antun einfach nur lächerlich.
    • rediv80Antwort anPiero Doldi(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Piero Doldi,
      den Friedensnobelpreis muss sich Herr Waltzmann dieses Jahr mit den "White Helmets" teilen. Es würde mich nicht wundern wenn es tatsächlich so kommt. Traurig aber wahr.
    • Germane
      Haben denn die VSA und das Merkel ihr OK dazu gegeben?
    • GermaneAntwort anLuzi Neumann(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Luzi Neumann, Keinen Atomschlag ! Russland wird es auch ohne innerhalb weniger Tage erledigen !
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      tfeAntwort anReichsbürger(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Reichsbürger, jeder Tag den die Russen ohne Krieg oder Stellvertreterkrieg gegen das Westimperium lebt ist ein gewonnener Tag. Das Westimperium braucht den Krieg nicht den Sieg! (Schließlich geht es ums Kohlemachen und da ist ein langdauernder Krieg viel sinnvoller als ein schneller Sieg)
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