SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    Atomstreit mit Iran (137)
    31135
    Abonnieren

    Der Iran setzt bei dem Schutz seiner strategischen Atomanlagen auf russische Luftabwehrraketensysteme vom Typ S-300, deshalb kann die russisch-iranische Zusammenarbeit auch als strategisch eingestuft werden, wie der iranische Kolumnist Sajjad Tayeri in einem Interview mit Sputnik Persian sagte.

    Zuvor hatte der  iranische Fernsehsender Press TV Videos veröffentlicht, die zeigen, wie in Russland gekaufte Luftabwehrraketensysteme zur Urananreicherungsanlage Fordo verlegt werden. Gleichzeitig sagte der hochrangige iranische General Farzad Esmaili, das Land werde sein Bestes  tun, um seine Atomanlagen zu schützen.

    Russland habe leider die Flugabwehrraketensysteme des Typs S-300 dem Iran im Laufe eines bestimmten Zeitraumes aus Gründen nicht liefern können, die auf die Regional- und Weltpolitik zurückzuführen sind, sagte Tayeri, der bei dem Nachrichten- und Analyseportal  IranianPolicy.net tätig ist. Heute aber, da das Abkommen  über das iranische Atomprogramm unterzeichnet und das Vertrauen verschiedener Länder zum Iran wiederhergestellt worden sei, sei  die seit jeher bestehende Freundschaft zwischen dem Iran  und Russland noch stärker geworden.  

    Das gegenseitige Vertrauen zwischen Russland und dem Iran sei auch nach den jüngsten mehrseitigen Konsultationen über den Rechtsstatus des Kaspischen Meeres sowie der Teilnahme des Irans an den Anti-Terror-Einsätzen in Syrien deutlich gewachsen, so Tayeri.

    Russland komme seinen Verpflichtungen zur Lieferung von S-300 vollständig nach, der Iran habe seinerseits auf alle seine früheren Ansprüche gegenüber Russland verzichtet, so der Kolumnist.

    Nicht  zufällig habe Irans geistliches Oberhaupt, Ajatollah Ali Khamenei, bei einem Treffen  mit  hochrangigen iranischen Militärs auf dem Luftverteidigungsstützpunkt Khatam al-Anbiya  verkündet, dass die Flugabwehrraketensysteme S-300 pure Verteidigungswaffen seien. „Der Iran hat niemals Pläne zur Aggression oder Invasion in andere Staaten geschmiedet, es gibt solche  Pläne nicht und wird sie auch nicht geben", sagte Tayeri. Deshalb seien die russischen Flugabwehrraketensysteme vom Typ S-300 und ähnliche Systeme, die im Iran  hergestellt würden, für die Verteidigung  des iranischen Gebietes  und der Schlüsselobjekte der Industrie bestimmt.

    „Was das Nuklearabkommen mit dem Iran betrifft, so ist dabei zu beachten, dass die USA, im Vergleich zu den europäischen Ländern und besonders zu Russland und China, ihr Wort nicht halten wollen. Und dies erregt Besorgnisse", so Tayeri weiter. Die Zusammenarbeit zwischen Russland und dem Iran erreiche dagegen ein strategisches Niveau. „Deshalb wurden gerade russische Flugabwehrraketensysteme auf strategischen Atom- und Militäranlagen unseres Landes in Dienst gestellt."

    Die Luftabwehrraketensysteme vom Typ S-300 sind für die Bekämpfung von Kampfflugzeugen und Marschflugkörpern bestimmt.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren
    Themen:
    Atomstreit mit Iran (137)

    Zum Thema:

    Zwischenfälle im Persischen Golf: USA besorgt – Iran bleibt hart
    Militärexperte: Keine Unstimmigkeit zwischen Russland und Iran zu Hamadan-Basis
    Persischer Golf: Hier verjagen iranische Schnellboote den US-Zerstörer – VIDEO
    Iran und Russland bauen zusammen Atomkraftwerke – erstmal zwei von zehn
    Tags:
    Atomabkommen, Flugabwehrsystem, Zusammenarbeit, S-300, Ajatollah Ali Chamenei, Iran, Russland