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18:35 15 Oktober 2019
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    Koktebel auf der Halbinsel Krim

    Lawrow: Westen benutzt Krim-Anerkennung für eigene politische Zwecke

    © Sputnik / Vladimir Astapkovich
    Politik
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    Um die Anerkennung der Schwarzmeer-Halbinsel Krim als Teil Russlands durch den Westen gibt es kein Rechtsproblem, sagte Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Donnerstag vor Studenten der Moskauer Universität für internationale Beziehungen (MGIMO). Der Westen benutze dies nur für seine politischen Ziele.

    „Es gibt kein Rechtsproblem um die Anerkennung der Wiedervereinigung der Krim mit Russland durch unsere westlichen Partner. Es fehlt am politischen Willen. Es gibt nur den politischen Wunsch, diese Situation im Rahmen des Kurses auszunutzen, den der Westen unter US-Leitung schon lange vor der Ukraine-Krise betrieben hatte – den Kurs auf die Eindämmung Russlands“, so Lawrow.

    Russland gewinnt den westlichen Kollegen zufolge zu viel Selbstständigkeit. „Sie haben derweil nicht verstanden, dass das nicht nur Konjunktur, sondern ein Teil unserer Existenz ist“, sagte Lawrow.

    Die Krim war im März 2014 – nach gut 22 Jahren im Bestand der unabhängigen Ukraine — wieder Russland beigetreten, nachdem die Bevölkerung der Halbinsel bei einem Referendum mehrheitlich dafür gestimmt hatte. Anlass für die Volksabstimmung war der nationalistisch geprägte Staatsstreich in Kiew gewesen, bei dem Präsident Viktor Janukowitsch entmachtet wurde. Die USA und die EU-Staaten erkannten den dubiosen Machtwechsel in Kiew sofort an, jedoch nicht den Volksentscheid auf der Krim. Als Reaktion verhängten sie Sanktionen gegen Russland. Moskau betonte mehrmals, dass die Volksabstimmung auf der Krim völlig den Normen des Völkerrechtes und der Uno-Satzung entsprochen habe.

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    Tags:
    Anerkennung, UN, EU, MGIMO-Universität, Sergej Lawrow, Viktor Janukowitsch, Ukraine, USA, Krim, Russland