22:08 21 April 2019
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    Deswegen muss Lateinamerika am Östlichen Wirtschaftsforum teilnehmen - Botschafter

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    Östliches Wirtschaftsforum 2016 (12)
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    Die Botschafter einer Reihe von lateinamerikanischen Ländern in Russland haben in einem Interview für Sputnik erklärt, weswegen Lateinamerika am Östlichen Wirtschaftsforum in Wladiwostok im Fernen Osten teilnehmen muss.

    Kolumbien beobachte mit Interesse, was auf diesem Erdteil vor sich gehe, sagte der Botschafter Kolumbiens, Alfonso Lopez Caballero. 

    „Wir haben einen Zugang zum Pazifik. Außerdem ist Kolumbien einer der Gründer der Pazifik-Allianz. Zurzeit verwandelt sich Wladiwostok in den Pol einer dynamischen Entwicklung in dieser Region und baut dauerhafte Beziehungen zu China auf.  Wir beobachten dies aufmerksam.“

    Man dürfe hierbei nicht vergessen, dass die Weltwirtschaft in den vergangenen 15 Jahren dank der Entwicklung Chinas einen Aufschwung erlebt habe. Somit wirke sich jegliches Ereignis, das die Wirtschaftssysteme sowohl Chinas als auch Russlands fördere, positiv auch auf Kolumbien aus. 

    Seinerseits sagte Panamas Botschafter Miguel Lecaro Barcenas: „Ein solches Ereignis wie das Östliche Wirtschaftsforum kann für unser Land nicht unbemerkt bleiben. Traditionell spielt Panama im Pazifik eine wichtige Rolle, weil alle Waren aus Asien in die USA und sogar nach Europa gerade über den Panamakanal gelangen".

    Viele im asiatisch-pazifischen Raum hergestellte Waren werden in Lateinamerika über eine Freihandelszone in Kolumbien verkauft. Sodass es sehr wichtig sei, an solchen Veranstaltungen teilzunehmen, um zu verstehen, wie sich die Beziehungen der großen Zentren der Region wie Russland und China entwickeln. Diese Länder spielten ja eine vorrangige Rolle im Welthandel. 

    Chiles Botschafter Juan Eduardo Eguiguren äußerte: „Es wäre für mich interessant zu wissen, welche Rolle  Wladiwostok in der Region spielen kann, deren Gesamtfläche rund 500 Quadratkilometer beträgt und die einen Teil Russlands, Chinas, Koreas und Japans mit 500 Millionen Menschen umfasst.“

    Wladiwostok hat ihm zufolge alle Chancen, zum wichtigsten Handels- und Investitionszentrum der Region zu werden. Das Östliche Wirtschaftsforum könne dazu beitragen, weil es als Treffpunkt für Vertreter von Geschäftskreisen und Regierungen verschiedener Länder diene. Der Diplomat bezeichnete zudem Wladiwostok als Russlands Fenster zum Pazifik. 

    Laut dem Botschafter von Guatemala, Estuardo Meneses Coronado, ist für sein Land äußerst wichtig, alle jetzigen Prozesse (im wirtschaftlichen, politischen und Wirtschaftsbereich) in den Ländern der Asien-Pazifik-Region unmittelbar zu beobachten.   

    „Der Pazifik trennt uns nicht, sondern umgekehrt, er vereinigt. Es gibt eine Reihe von Fragen, zu deren Lösung wir beitragen können. Wir können irgendwann unsere Exporte in die Pazifik-Länder, darunter nach Russland, China und Japan, vergrößern“, so der Diplomat.       

    Russland ist Gastgeber des zweiten Östlichen Wirtschaftsforums am 2. /3. September in Wladiwostok. Investoren aus aller Welt werden an der Pazifikküste ihre Projekte präsentieren. Laut dem russischen Ministerium für Entwicklung des Fernen Ostens sollen in Wladiwostok 161 Abkommen im Wert von 1,556 Billion Rubel (ca. 20,5 Milliarden Euro) unterzeichnet werden. 

     

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    Tags:
    Entwicklung, Beziehungen, Botschafter, Panama, Europa, USA, Guatemala, Pazifik, Kolumbien, Russland