12:33 10 Dezember 2019
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    U.S. President Barack Obama (R) chats with Russia's President Vladimir Putin prior to a working session at the Group of 20 (G20) leaders summit in the Mediterranean resort city of Antalya, Turkey, November 16, 2015

    „Tauwetter“ zwischen Moskau und Washington? Putin nennt Bedingungen

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    Politik
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    Solange Washington nicht beginnt, Moskaus Interessen anzuerkennen und zu respektieren, solange wird es in den russisch-amerikanischen Beziehungen kein „Tauwetter“ geben, wie Russlands Präsident am Samstag beim 2. Östlichen Wirtschaftsforum in Wladiwostok sagte.

    Bei der Lösung vieler Fragen fragten die USA nicht nach der Meinung anderer Länder, so Putin, besonders, wenn es um die Nato-Osterweiterung oder einen Austritt aus ABM-Vertrag zur Begrenzung der Raketenabwehr gehe.

    „Wenn sich diese Logik fortsetzen sollte, dann glaube ich kaum, dass es irgendein ‚Tauwetter‘ geben wird“, äußerte Putin. „Wenn sich aber unsere Partner doch mit einer anderen Logik einverstanden erklären sollten, einer Logik der Anerkennung gegenseitiger Interessen, des respektvollen Verhältnisses gegenüber der gegenseitigen Interessen, dann werden sich auch unsere Beziehungen grundlegend verändern.“

    Weiter betonte der russische Staatschef, dass nicht Russland derjenige gewesen sei, der die Beziehungen zum Westen hatte abkühlen lassen:

    „Wir sind zu jeder Sekunde bereit, unsere Zusammenarbeit in umfassendem Maßstab umzudrehen. Aber das hängt nicht nur von uns ab, das hängt davon ab, wie die Spitze der neuen US-Administration die Beziehungen zu Russland gestalten möchte.“

    Russland ist Gastgeber des zweiten Östlichen Wirtschaftsforums vom 2. bis 3. September in Wladiwostok. Investoren aus aller Welt werden an der Pazifikküste ihre Projekte präsentieren. Laut dem russischen Ministerium für Entwicklung des Fernen Ostens sollen in Wladiwostok 161 Abkommen im Wert von 1,556 Billion Rubel (ca. 20,5 Milliarden Euro) unterzeichnet werden.

    In den USA wird am 8. November ein neuer Präsident gewählt. Als offizielle Kandidaten stehen Hillary Clinton für die Demokraten und Donald Trump für die Republikaner zur Wahl.

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    Raketenabwehr, NATO, Barack Obama, Wladimir Putin, Wladiwostok, Ukraine, USA, Russland