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13:34 16 Oktober 2019
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    SPD in Meck-Pomm: „Man muss die Ängste ernst nehmen“

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    Die SPD stellt mit Erwin Sellering den Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern. War die Partei vor ein paar Wochen noch im Umfragetief, legt sie jetzt immer mehr zu. Über die Gründe für den Aufwind und über ihre Ziele hat Sputnik mit Alexander Kujat, dem Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, im Vorfeld der Landtagswahl gesprochen.

    Mehrere Umfragen sehen die SPD derzeit bei 28 Prozent. Noch im Juni waren es nur 22 Prozent gewesen. Kujat erklärt den Aufwind mit Kompetenzen in der Landespolitik: „Sobald mit den Leuten hier spricht, haben wir schon das Gefühl, dass wir diejenigen sind, denen es am ehesten zugetraut wird, landespolitisches Themen nach vorne zu bringen. Da können wir wirklich einiges vorweisen.“  

    Er nennt die gesunkene Arbeitslosigkeit und die gute wirtschaftliche Entwicklung und Erwin Sellering, der als Ministerpräsident vorangehe. 

    Allerdings kann auch diese selbstbewusste Selbsteinschätzung nicht verhehlen, dass die Sozialdemokraten von ihrem Wahlergebnis 2011, das waren 35 Prozent, bei den jetzigen Umfragen meilenweit entfernt sind. Das gesteht Kujat ein und liefert auch eine Erklärung: „Es liegt an der schwierigen Bundespolitischen Lage. Die AfD ist ja nicht ein Phänomen aus Mecklenburg-Vorpommern.“ Auch in Westdeutschland hätte sie die Ergebnisse ins Wirbeln gebracht. Schließlich verlören alle Parteien Stimmen an die AfD.  

    Angesprochen auf die Aussagen des Parteienforschers Hajo Funke, die AfD sei sehr wohl ein ostdeutsches Phänomen, weil hier Fremdenfeindlichkeit und Islamophobie ausgeprägter sei als in den alten Bundesländern, stimmt der SPD-Politiker zu: „Diese Ängste muss man ernst nehmen.“ Aber man müsse auch auf die Realität hinweisen. So seien die Flüchtlingszahlen runtergegangen und das gelte auch für die Kriminalität. 

    „Wir sagen immer wieder, Mecklenburg-Vorpommern ist eine der sichersten Regionen in Europa“, hebt der SPD-Mann hervor. 

    Die AfD sei ein Sammelbecken für Protestwähler, Landespolitik spiele bei ihr keine große Rolle. „Es ist fast egal, ob eine Wahlkampfveranstaltung in Schwerin oder in Mainz stattfindet“, glaubt Kujat. Ein Wunschergebnis für Sonntag hat der Sozialdemokrat nicht. Wichtig sei, dass die SPD die stärkste Kraft im Lande bleibe. 

     

    Das komplette Interview finden Sie hier: 

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