10:36 14 November 2019
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    Nach Nordkoreas Raketentests: Japan vertieft Zusammenwirken mit USA und Südkorea

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    Tokio hält die am Montag von Pjöngjang vorgenommenen Starts von ballistischen Raketen für unzulässig und will die Kooperation mit Washington und Seoul weiter ausbauen, sagte Yoshihide Suga, Generalsekretär des Ministerkabinetts, am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Tokio.

    „Die fortgesetzte Entwicklung des Atom- und Raketenprogramms durch Nordkorea ist immer wieder eine offene Verletzung der Resolutionen des UN-Sicherheitsrates. Das ist absolut unannehmbar. Wir wollen auch weiterhin mit den USA und Südkorea eng zusammenwirken und rufen Nordkorea dazu auf, von provokativen Handlungen Abstand zu nehmen und die UN-Resolutionen strikt einzuhalten“, so Suga.

    Tokio werde auch durch diplomatische Kanäle darauf reagieren und alles tun, um die Sicherheit seiner Bürger zu schützen.

    Nordkorea hatte am Montag drei Raketen in Richtung Japanisches Meer abgefeuert. Sie flogen rund 1.000 Kilometer weit und fielen unweit der japanischen Insel Hokkaido ins Meer. Japans Verteidigungsministerin Tomomi Inada hatte nach Angaben der Agentur Kyodo ihren Besuch auf dem Militärstützpunkt Nerima in Tokio angesichts der Raketentests unterbrochen.

    Seit Mitte April testet Nordkorea wiederholt Musudan-Raketen, angeblich meist erfolglos. Diese Raketen sollen eine Reichweite von bis zu 4000 Kilometern besitzen. Insgesamt fanden bereits sechs Raketentests statt.

    Die Situation auf der koreanischen Halbinsel hatte sich nach dem von Nordkorea am 6. Januar durchgeführten Atombombentest zugespitzt. Am 7. Februar folgte dann der Start einer Trägerrakete mit einem Satelliten in den erdnahen Raum. Der UN-Sicherheitsrat reagierte mit der einstimmigen Verabschiedung einer Resolution über die Verschärfung der Sanktionen gegen das Land. Pjöngjang rechtfertigte sein Vorgehen damit, auf die Aggression seitens der USA reagieren zu müssen.

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    Raketentest, Militärstützpunkt Nerima, UN-Sicherheitsrat, Agentur Kyodo, Tomomi Inada, Yoshihide Suga, Japanisches Meer, USA, Südkorea, Nordkorea, Japan