06:46 11 Dezember 2017
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    US-Präsident Barack Obama beim Nato-Gipfel in Warschau

    Pech und schlechte Manieren überschatten Obamas Asien-Reise – US-Zeitung

    © REUTERS/ Jonathan Ernst
    Politik
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    US-Präsident Barack Obama hat sich inzwischen schon daran gewöhnt, dass seine Auslandsreisen von Terroranschlägen oder Polizei-Schießereien überschattet werden, schreibt „The New York Times“ (NYT). Doch bei seinem Besuch in China hat Obama wohl zum ersten Mal erlebt, dass eine Reise auch unter schlechten Manieren leiden kann.

    Bei seiner letzten Reise nach Asien als US-Präsident wollte sich Obama der Zeitung zufolge mit dem Kriegserbe der USA in Laos auseinandersetzen und die strategische Wendung der USA in der Region bekräftigen. Die Asien-Reise Obamas sei sorgfältig geplant gewesen, um die Errungenschaften der USA hervorzuheben, wie beispielsweise die amerikanisch-chinesische Partnerschaft in Sachen Klimawandel.

    Doch in den vier Tagen des G20-Gipfels ging diese von Obamas Team vorbereitete Botschaft verloren, so NYT. Statt diplomatischer Errungenschaften seien unangenehme Zwischenfälle in den Vordergrund getreten.

    So werde die Reise des US-Staatschefs nicht wegen des Themas der globalen Erwärmung in Erinnerung bleiben, sondern wegen der fehlenden Flugzeugtreppe mit rotem Teppich bei seiner Ankunft in Hangzhou und der Rangeleien chinesischer Beamter mit US-Journalisten. Zudem gab es auch den hässlichen persönlichen Ausfall des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte gegen Obama, als er den US-Präsidenten einen Hurensohn nannte. Dieser Vorfall sei umso bedenklicher, weil die Philippinen wegen ihres Territorialstreits mit Peking im Südchinesischen Meer ein wichtiger US-Verbündeter im Wettbewerb um den Einfluss in der Region seien.

    Die Reise Obamas habe zwar tatsächlich einige aktuelle Fragen vorangebracht. Doch diese Zwischenfälle zeigten, dass eine fehlerhafte Planung oder gar Pech den Auftritt des US-Präsidenten im Ausland beeinträchtigen können, so NYT.

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    Tags:
    Reisen, G20-Gipfel, Barack Obama, Hangzhou, USA, China
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