06:55 17 Dezember 2017
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    Situation in der selbsterklärten Volksrepublik Lugansk

    Lugansk öffnet Vertretung in Österreich – Abgeordnete

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    Eingefrorener Donbass-Konflikt (2016) (143)
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    Eine Vertretung der selbsternannten Republik Lugansk soll demnächst in Österreich eröffnet werden, wie der Abgeordnete des Volksrates (Parlament), Nikolaj Saporoschzew bekannt gab.

    „Wir eröffnen eine Vertretung in Österreich und beauftragen Alfred Almeder (Initiator des österreichischen Personenkomitees ‘Frieden für die Ukraine‘), die Leitung zu übernehmen. Solange unsere Republik noch nicht anerkannt ist, können solche Vertretungen nicht per Erlass oder Verordnung des Republikchefs eröffnet werden. Deswegen gewähren wir ihm (Almeder – Anm. d. Red.) das Recht im Namen des Gewerkschaftsbundes, des Gesellschaftsrates beim Chef der Republik Lugansk und des Komitees für internationale Angelegenheiten des Nationalrats“, teilte Saporoschzew in einer Pressekonferenz in Lugansk mit.

    Dem Abgeordneten zufolge wird die Vertretung helfen, die Lieferung von humanitären Hilfsgütern aus Österreich nach Lugansk zu organisieren sowie über Ereignisse in der Republik zu informieren.

    Am 1. September war in Tschechien ein Vertretungszentrum der selbsternannten Republik Donezk eröffnet worden. Dabei teilte der tschechische Außenminister mit, dass diese Vertretung nicht als Auslandsvertretung betrachtet werde.

    Die ukrainischen Behörden hatten im April 2014 eine Militäraktion gegen die selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk, die nach dem Staatsstreich im Februar 2014 ihre Unabhängigkeit verkündeten, gestartet. Laut UN-Angaben sind bei dem Konflikt 9.500 Menschen uns Leben gekommen.

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    Eingefrorener Donbass-Konflikt (2016) (143)

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    Tags:
    Abgeordnete, Vertretung, Hilfe, Humanitäre Hilfsgüter, Österreich, Lugansk