15:53 18 Dezember 2017
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    „Was ist Aleppo?“: US-Präsidentschaftskandidat blamiert sich vor laufender Kamera

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    In einem Fernsehinterview hat der Kandidat der Libertären Partei Gary Johnson nichts mit dem Wort „Aleppo“ anfangen können. Ob er überhaupt weiß, wer Assad ist?

    „Aleppo? Was ist Aleppo?" – so reagierte der 63-Jährige während einer TV-Show des Senders MSNBC  auf die Frage, welche außenpolitischen Schritte er in der syrischen Stadt unternehmen würde.

    Als der Moderator ihn daraufhin verblüfft fragte, ob das ein Scherz sei, verneinte Johnson dies. „Aleppo liegt in Syrien. Es ist das Epizentrum der Flüchtlingskrise“, erklärte dann der Journalist.

    „Ja-ja, ich hab’s verstanden. Was Syrien angeht, denke ich, dass es ein Desaster ist", so Johnson.  Der einzige Weg sei, enger mit anderen Akteuren wie Russland zusammenzuarbeiten, um den Konflikt auf diplomatische Weise zu beenden, fügte er hinzu.

    „Das ist der Klang vom Ende der Kampagne von Gary Johnson", kommentierte dies ein Twitter-Nutzer. Die Blamage des Politikers hat unter dem Hashtag #WhatIsAleppo im Twitter bereits hunderte höhnische und kritische Kommentare eingesammelt.

    ​Der frühere Gouverneur des Bundesstaates New Mexiko von den Republikanern bezeichnet sich selber als Alternative für Trump.
    Bei den Präsidentschaftswahlen 2012 konnte Gary Johnson 1.27 Millionen Wähler (ein Prozent) für sich gewinnen und hatte somit den dritten Platz hinter dem Demokraten Barack Obama und dem Republikaner Mitt Romney belegt. In heutigen Umfragen liegt Johnson nur bei etwa zehn Prozent.

    ​Die Libertäre Party der USA war 1971 gegründet worden. Sie steht für eine freie Marktwirtschaft und einen freien internationalen Handel sowie für Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten.



    Tags:
    US-Präsidentschaftswahl 2016, Gary Johnson, Aleppo, USA
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