17:52 19 Februar 2020
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    Der Kreml hat die Ankündigung von Ex-Oligarch Michail Chodorkowski, nach einer „Konkurrenz“ für Präsident Wladimir Putin zu suchen, als uninteressant bezeichnet.

    „Solche Projekte werden offenbar von Menschen ausgearbeitet und zur Umsetzung vorbereitet, die jede Verbindung zu Russland unwiederbringlich verloren haben“, kommentierte Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Er mutmaßte, dass Chodorkowski, der seit Jahren in Westeuropa lebt, „sich von den Ereignissen in Russland, von der russischen Tagesordnung weit entfernt hat“.

    „Wir sehen an diesem Projekt nichts Interessantes", sagte Peskow weiter.

    Michail Chodorkowski, Chef des mittlerweile insolventen Ölkonzerns Yukos, hatte wegen schweren Betrugs und Steuerhinterziehung zehn Jahre in Haft verbracht. Der einst reichste Mann Russlands wurde 2013 von Präsident Wladimir Putin begnadigt und setzte sich nach Berlin ab.

    Am heutigen Montag kündigte der 53-Jährige in einem Interview für die russische Zeitung RBC an, er wolle nach „Konkurrenten“ für den Amtsinhaber Putin bei der nächsten Präsidentschaftswahl in Russland suchen. Für sein Projekt legt der gefallene Oligarch eine spezielle Webseite an, um einen „alternativen Kandidaten“ auszusuchen und ihn beim Wahlrennen 2018 zu unterstützen.

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    Tags:
    Präsidentschaftswahlen 2018, Michail Chodorkowski, Dmitri Peskow, Wladimir Putin, Russland