10:34 14 August 2020
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    Die selbsternannte „Volksrepublik Donezk“ in der Ost-Ukraine hat am Dienstag angekündigt, die Kämpfe mit der ukrainischen Armee einseitig einstellen zu wollen.

    Die einseitige Waffenruhe werde voraussichtlich ab Donnerstag gelten, kündigte das Oberhaupt der international nicht anerkannten Region, Alexander Sachartschenko, an.

    „Wir können verkünden, dass wir ab 00:00 Uhr am 15. September das Feuer und alle Kampfhandlungen stoppen“, so Sachartschenko. Er rief die Regierung in Kiew dazu auf, diese Feuerpause "ernst zu nehmen" und den Worten Taten folgen zu lassen.

    In der ostukrainischen Kohleindustrieregionen Lugansk und Donezk (beide im Donezbecken) herrscht seit Frühjahr 2014 Krieg. Der Auslöser war der gewaltsame Umsturz vom Februar 2014 in Kiew, bei dem die ukrainische Opposition die Macht übernahm und eine von Nationalisten geprägte Übergangsregierung stellte.

    Die neue Regierung schickte Truppen gegen Donezk und Lugansk, weil diese den dubiosen Machtwechsel nicht anerkannt und zuerst mehr Selbständigkeit gefordert und dann unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten.

    Bei Gefechten zwischen der regulären Armee und nationalistischen Freiwilligenbataillonen auf der einen Seite und den lokalen Volksmilizen auf der anderen sind laut UN-Angaben mehr als 9.000 Menschen getötet worden. Rund 1,5 Millionen Einwohner flüchteten vor dem Krieg teils ins benachbarte Russland, teils in die zentrale und westliche Ukraine. Formell gilt bereits seit September vergangenen Jahres im Donbas eine Waffenruhe, die von beiden Seiten jedoch immer wieder verletzt wird.

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    Tags:
    Alexander Sachartschenko, Donezk, Ukraine