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06:55 23 Juli 2019
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    David Cameron

    Cameron schuld an IS-Wachstum und Flüchtlingskrise - Britische Abgeordnete

    © AFP 2019 / Vladimir Simicek
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    Die von Ex-Premier David Cameron „schlecht durchdachte“ Militärintervention im Nahen Osten hat Libyen in den Ruin getrieben, heißt es in einem Bericht des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten des britischen Parlaments. Nun habe man den Fehlentscheidungen Camerons die Flüchtlingskrise und das IS-Wachstum im Nahen Osten zu verdanken.

    Die Entscheidung des Premierministers, vor fünf Jahren einen Krieg gegen den libyschen Machthaber Muammar Gaddafi zu entfachen, habe auf „falschen Vermutungen“ basiert, schreiben die Parlamentarier.

    Der britische Premier habe nicht die fatalen Folgen sehen wollen, die die Absetzung Gaddafis nach sich gezogen hat. Es sei eine „opportunistische Strategie des Regimewechsels“ gewesen, bei der Cameron auf Ratschläge diverser Militärchefs verzichtete. Schlussendlich habe der Regimewechsel das Land ins Chaos gezogen, so die Abgeordneten.

    Dieses Chaos habe besonders der Terrororganisation „Islamischer Staat“ in die Hände gespielt: Da es keine zentrale Regierung mehr gab, sei der Weg für die Stärkung des IS in Libyen geebnet worden. Die Terrororganisation habe diese Situation für den Bau ihres größten Trainingscamps genutzt.

    „Durch seine im ‚National Security Council‘ getroffenen Entscheidungen ist Ex-Premierminister David Cameron letztendlich für das Fehlen einer schlüssigen Libyen-Strategie verantwortlich“, heißt es in dem Dokument.

    Am 31. März 2016 nahm in Libyen die Regierung der Nationalen Einheit ihre Arbeit auf. Sie strebt den Erhalt der Integrität des Landes an, die seit der Absetzung von Muammar al-Gaddafi im Jahre 2011 stark gefährdet sei. Einzelne libysche Gebiete sind immer noch von IS-nahen Terrorgruppierungen besetzt.

     

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    Tags:
    Flüchtlingskrise, Terrormiliz Daesh, David Cameron, London, Großbritannien, Libyen