21:59 30 März 2020
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    Eingefrorener Donbass-Konflikt (2016) (142)
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    In der Nacht auf Donnerstag ist im Osten der Ukraine eine neue Waffenruhe in Kraft getreten. Die Feuerpause ist zunächst auf sieben Tage befristet.

    „Ab 00.00 Uhr am 15. September gilt eine neue Waffenruhe. Davor hat es allerdings Artilleriefeuer seitens der ukrainischen Regierungsarmee Richtung Territorium der Donezker Volksrepublik gegeben“, sagte ein Sprecher des Donezker Verteidigungsministeriums gegenüber RIA Novosti.

    Die neue Feuerpause zielt darauf ab, zu einem dauerhaften Waffenstillstand überzugehen.

    Zuvor hatte die selbsternannte „Volksrepublik Donezk“ eine einseitige Waffenruhe ab Mitternacht am 15. September angekündigt und die Regierung in Kiew dazu aufgerufen, diese Feuerpause „ernst zu nehmen“ und den Worten Taten folgen zu lassen.

    Bei Gefechten zwischen der regulären Armee und nationalistischen Freiwilligenbataillonen auf der einen Seite und den lokalen Volksmilizen auf der anderen sind laut UN-Angaben mehr als 9.000 Menschen getötet worden. Rund 1,5 Millionen Einwohner flüchteten vor dem Krieg teils ins benachbarte Russland, teils in die zentrale und westliche Ukraine. Formell gilt bereits seit September vergangenen Jahres im Donbass eine Waffenruhe, die von beiden Seiten jedoch immer wieder verletzt wird.

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    Waffenruhe, Donezk, Donbass, Ukraine