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    Korruptionsmodelle der Demokraten und Republikaner aufgedeckt

    Hacker Guccifer 2.0 enthüllt: So korrupt ist die US-Regierungs-Ernennung

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    Politik
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    Der Hacker Guccifer 2.0 hat nach der Enthüllung der Unterlagen der US-Demokraten, die von einem Komplott gegen Bernie Sanders deuten, das korrupte Verfahren bei der Ernennung für die wichtigsten US-Regierungsposten enthüllt und veröffentlicht. Der ehemalige Kongressabgeordnete Dennis Kucinich kommentiert für Sputnik die publik gemachten Papiere.

    „Wir haben ein politisches System, das leider das „Pay-to-Play“-System fördert, und das Leute, die viel spenden, oft mit Ämtern in der Regierung belohnt. Das passierte in beiden Administrationen, der demokratischen und der republikanischen, aber das macht es nicht korrekt. Es deckt die Fehler in unserem System auf, in dem Geld alles ist und alles zum Verkauf steht“, erläutert Kucinich.

    Wie die enthüllten Dokumente zeigen, haben die meisten Geldgeber der Demokratischen Partei Botschafterposten eingenommen. Matthew Berzun beispielsweise hat über 1,9 Million US-Dollar für die Demokratische Partei sowie  1,1 Millionen Dollar für das Projekt des US-Präsidenten Barack Obama „Organizing for Action“ gespendet. Er wurde der US-Botschafter in Großbritannien. Kirk Wagar soll indes 825.000 US-Dollar für die Demokratische Partei und eta 1,3 Millionen Dollar für Obamas Projekt gespendet haben. Er wurde zum US-Botschafter für Singapur ernannt.

    Die veröffentlichten Papiere beweisen weitere derartige Fälle. Dennoch betont Kucinich, dass es diese korrupten Methoden nicht nur in der Demokratischen Partei gebe.

    „Die politischen Parteien, sowohl die demokratische als auch die republikanische, sind absolut selbstsüchtig geworden (…) und noch dazu unfähig, die praktischen Erwartungen der Amerikaner in Sachen Gesundheit, Ausbildung, Arbeitsvermittlung, sauberes Umfeld, Umweltschutz, Frieden anzusprechen“, betonte der Experte.

    Ebenso habe Kucinich eine anti-russische Tendenz in der Wahlkampagne der US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton erkannt. Der Versuch, Russland für alles verantwortlich zu machen, sei übereilt. Die Cyberangriffe auf die Server der US-Demokraten könnten indes genauso gut von „überall aus der Welt“, auch innerhalb der USA, gemacht worden sein.

    Zuvor hatte WikiLeaks bereits mehr als 19.000 interne E-Mails der Demokraten veröffentlicht. Diese Korrespondenz zeugt davon, dass die Parteifunktionäre bei den Präsidentschaftsvorwahlen, allen Regeln zum Trotz, Hillary Clinton zu Ungunsten ihres Konkurrenten Bernie Sanders ihre Unterstützung zusicherten. Die Verantwortung für die Cyber-Attacke auf die Server der US-Demokraten hat angeblich der Hacker Guccifer 2.0 übernommen.

    Ein Sprecher von Clintons Wahlstab hatte zuvor gesagt, die Server seien von russischen Hackern angegriffen worden. Dies sei ein Beweis für die Absicht Russlands, Donald Trump bei den Präsidentschaftswahlen zu unterstützen, hieß es damals. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hatte diese Vorwürfe deutlich zurückgewiesen und bezeichnete sie als „absurd“.

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    Tags:
    Bernie Sanders, Hillary Clinton, USA, Russland