11:06 24 Juni 2018
SNA Radio
    Hafenstadt Tobruk  in Libyen (Archivfoto)

    EU fängt Schiffe mit Waffen vor Libyens Küste ab

    © Flickr/ joepyrek
    Politik
    Zum Kurzlink
    1305

    Schiffe der EU-Mission gegen die Schleuser illegaler Migranten auf dem Mittelmeer – EUNAVFOR MED Operation SOPHIA – fangen jetzt auch Schiffe mit Waffen in internationalen Gewässern vor Libyens Küste ab, um das UN-Waffenembargo gegen dieses Land durchzusetzen, wie am Freitag eine diplomatische Quelle in Brüssel der Agentur RIA Novosti mitteilte.

    „Die Schiffe der EUNAVFOR MED Operation SOPHIA haben mit dem Einsatz im Rahmen der Resolution 2292 des UN-Sicherheitsrates begonnen“, sagte der Gesprächspartner der Agentur.

    Ihm zufolge sollen die aufgebrachten Schiffe in den französischen Hafen Marseilles eskortiert werden.

    Das politische und sicherheitspolitische Komitee der EU hatte den Start der neuen Etappe der Operation SOPHIA in seiner Sitzung am 6. September befürwortet.

    Gegen Libyen ist seit 2011 ein unbefristetes Waffenembargo in Kraft, die Konten des Landes sind gesperrt, zudem besteht ein Reiseverbot. Die  Regierung des Landes darf nur mit Genehmigung des Sanktionskomitees des UN-Sicherheitsrates  Waffen einführen.

    Am 31. März 2016 hat in Libyen die Regierung der nationalen Einheit ihre Arbeit aufgenommen. Sie strebt den Erhalt der Integrität des Landes an, die seit der Absetzung von Muammar al-Gaddafi im Jahre 2011 stark gefährdet ist. Einzelne libysche Gebiete sind immer noch von IS-nahen Terrorgruppierungen besetzt.

    Zum Thema:

    „Endlos-Krieg unwichtig“: US-Medien schweigen zu Obamas Libyen-Operation – The Nation
    Libyen braucht Militärhilfe gegen IS – aber „keine ausländischen Bodenoperationen“
    Libyen: Milizen vertreiben IS aus Uni Sirte
    Französische Truppen in Libyen - nach Vorwurf der Völkerrechtsverletzung abgezogen
    Tags:
    Waffen, Europäische Union, Libyen
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren