Widgets Magazine
06:10 20 September 2019
SNA Radio
    Russlands Präsident Wladimir Putin am Flughafen von Bischkek

    Putin: USA wollen Kampfpotential der Oppositionskräfte in Syrien erhalten

    © Sputnik / Михаил Климентьев
    Politik
    Zum Kurzlink
    Regelung der Syrien-Krise (2016) (515)
    2126811
    Abonnieren

    Der Verzicht Washingtons, die Vereinbarungen zu Syrien publik zu machen, hängt laut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin mit dem Streben zusammen, das Kampfpotential der von den USA unterstützten syrischen Oppositionskräfte im Kampf gegen die legitime Regierung zu erhalten.

    „Dies ist auf die Schwierigkeiten zurückzuführen, mit denen die USA in Syrien konfrontiert sind —  ihnen gelingt es nicht, die sogenannte gesunde Opposition von den halbkriminellen und terroristischen Elementen abzugrenzen. Meines Erachtens hängt dies mit dem Bestreben zusammen, ihr Gefechtspotential im Kampf gegen die legitime Regierung von Baschar al-Assad zu erhalten. Das ist aber ein sehr gefährlicher Weg, eine gefährliche Entwicklung der Ereignisse. Es scheint, dass unsere US-amerikanischen Partner wieder auf denselben Rechen treten“, sagte Putin bei seinem Kirgisien-Besuch.

    Laut dem Staatschef wird Russland die Syrien-Vereinbarungen nicht veröffentlichen, solange die USA dem nicht zustimmen.  

    „Ich verstehe nicht ganz, warum wir irgendwelche Vereinbarungen verheimlichen sollen. Wir werden natürlich keine Details publik machen, solange unsere amerikanischen Partner nicht ihre Zustimmung geben — gerade kraft gewisser Vereinbarungen, die gewöhnlich auf diplomatischer Ebene bei der Arbeit an solchen Fragen erzielt werden, wie es die Regelung des Syrien-Konfliktes ist“, so Putin.

    Russland ist in dieser Frage ihm zufolge eher positiv als negativ eingestellt. Da Russland und die USA gemeinsam danach streben würden, den Frieden in Syrien wiederherzustellen und gegen den internationalen Terrorismus zu kämpfen, müssten beide Seiten ehrlich zueinander sein und auf gemeinsame Ziele hinarbeiten, so Putin.    

    Am 9. September hatten sich der russische Außenminister Sergej Lawrow und sein US-Amtskollege John Kerry in Genf über einen mehrstufigen Plan zu Syrien geeinigt, der unter anderem die Einstellung der Kampfhandlungen, die Abgrenzung der syrischen Opposition von den Terroristen und die Fortsetzung des Anti-Terror-Kampfes vorsieht. Die Waffenruhe war am 12. September in Kraft getreten.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Regelung der Syrien-Krise (2016) (515)

    Zum Thema:

    Washington nennt Grund für Verheimlichung der Syrien-Vereinbarungen
    USA informieren Russland erstmals über Aufenthalt "gemäßigter Rebellen" in Syrien
    Moskau: Pentagon vertuscht Nichterfüllung von Syrien-Deal
    Waffenruhe in Syrien: Ergebnisse der ersten 48 Stunden
    Tags:
    Anti-Terror-Kampf, Waffenruhe, Opposition, Vereinbarungen, John Kerry, Sergej Lawrow, Wladimir Putin, Syrien, USA, Russland