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    SPD-Vorsitzender Sigmar Gabriel und Bürgermeister von Berlin, Michael Müller

    Berliner wählen die Große Koalition ab

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    Herbst-Wahlen 2016 in Berlin und MeckPomm (63)
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    Bei der Wahl am Sonntag haben die Berliner die Große Koalition abgewählt, wie AFP unter Berufung auf die jüngsten Hochrechnungen meldet.

    Die stärkste Kraft in der deutschen Hauptstadt ist demnach die SPD des regierenden Bürgermeisters Michael Müller geblieben, obwohl sie mit 21,6 Prozent ihr bislang schlechtestes Ergebnis erzielte. Der bisherige Koalitionspartner CDU kam auf nur noch 17,6 Prozent der Stimmen. Eine rot-schwarze Koalition hätte damit in Berlin keine Mehrheit mehr, heißt es in dem AFP-Bericht. Die SPD sei für die Regierungsbildung künftig auf zwei Partnern angewiesen, am wahrscheinlichsten wäre ein linkes Dreierbündnis.

    Die AfD erreicht vorläufig 14,2 Prozent und wird damit fünftgrößte Kraft im künftigen Sechs-Parteien-Parlament. Im Osten Berlins gewann die AfD fünf Direktmandate.

    Auf Platz drei kam in Berlin die Linkspartei mit 15,6 Prozent. Die Grünen lagen mit 15,2 Prozent knapp dahinter. Nach fünf Jahren Abwesenheit schaffte die FDP mit 6,7 Prozent der Wählerstimmen den Einzug ins Abgeordnetenhaus.

    Die Piraten, die 2011 noch mit 9,8 Prozent überraschend stark ins Stadtparlament eingezogen waren, verfehlen mit 1,7 Prozent den Wiedereinzug deutlich, so AFP weiter. Die Wahlbeteiligung lag in diesem Jahr bei 66,8 Prozent.

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    Niederlage, Landtagswahlen, Die LINKE-Partei, Partei Alternative für Deutschland (AfD), CDU, SPD, Berlin, Deutschland